Dekanat Wetterau

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          Mozarts Requiem und moderne Trauerkantate in Friedberg

          Friedberg. Am kommenden Wochenende werden in Friedberg anlässlich des Ewigkeitssonntags das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart und eine Trauerkantate von Ulrich Seeger zu hören sein. Die beiden Aufführungen finden am Samstag, den 25. November um 19 Uhr in der Kath. Heilig-Geist-Kirche und am Sonntag, den 26. November bereits um 17 Uhr in der Stadtkirche statt.

          Ausführende der beiden Konzerte sind die Dekanatskantorei Friedberg unter der Leitung von Kantor Ulrich Seeger und die Junge Philharmonie Friedberg mit versierten Musikern aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet. Als Solisten der anspruchsvollen Vokalpartien werden Jana Büchner (Sopran), Annekathrin Laabs (Alt), Thomas Jakobs (Tenor) und Matthias Horn (Bass) zu erleben sein.

          Zur Vorbereitung auf die Konzerte findet außerdem bereits am Montag, den 20. November findet um 20 Uhr in der Friedberger Burgkirche ein Einführungsabend statt. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kirchenmusik im Gespräch“ wird Kantor Ulrich Seeger mit formalen und theologischen Erläuterungen sowie Klang- und Notenbeispielen in die komplexen Zusammenhänge der Texte und der musikalischen Sprache der beiden Kompositionen einführen.

          Ein österreichischer Adliger, Graf Walsegg, wollte für seine verstorbene Frau ein Requiem haben und ließ es durch einen Boten bei Mozart bestellen. Mozart, 34 Jahre jung, aber schon von einer Tod-bringenden Krankheit gezeichnet, nahm den Auftrag an, nicht zuletzt, weil er das Honorar dringend für seine Schulden brauchte. Es wurde sein letztes Werk und es blieb unvollendet. Nach seinem Tod bat seine Frau Constanze verschiedene Freunde um Vervollständigung. Mozarts vertrauter Schüler Franz Xaver Süssmayr, der gerade auch in den letzten Wochen bei Mozart weilte, nahm sich der Aufgabe an. Auch wenn heute manche Musikwissenschaftler bedauern, dass kein vollständig originales  Mozart-Requiem existiert, kann man der ergänzenden Arbeit Süßmayrs nur größten Respekt zollen. Weit über den musikalischen Genuss hinaus können Menschen, die vielleicht gerade in den Novembertagen um Angehörige trauern, Menschen, die nach Hoffnung über den Tod hinaus fragen, von Mozarts Requiem beschenkt werden.

          Ulrich Seeger komponierte 1988 seine Kantate „Denn wir haben hier keine bleibende Stadt“ zum Gedenken an Verkehrstote aus seinem Bekanntenkreis. Seeger sieht seine Kantate mit Texten aus dem Alten und Neuen Testament als ein Zeugnis seiner Generation - eine Möglichkeit, auch heute aktuelle und den Gegebenheiten angepasste Kirchenmusik zu schreiben - die subjektive Klage eines Betroffenen für Betroffene - wobei die einzelnen Teile gleich modernen Holzschnitten sein sollen. Die Besetzung und Instrumentierung entspricht dem Requiem von Mozart und bietet in seiner modernen Tonsprache für die Zuhörer eine spannungsvolle Auseinandersetzung und Einstimmung in das Konzert zum Ewigkeitssonntag.

          Die Sopranistin Jana Büchner aus Freiberg (Sachsen) wird zum zweiten Mal in Friedberg zu hören sein. Nach ihrem erfolgreichen Engagement am Chemnitzer Opernhaus ist sie seit 2009 freischaffend tätig und heute eine gefragte Konzertsolistin. Regelmäßig ist sie zu Gast bei international renommierten Klangkörpern wie dem Dresdner Kreuzchor, dem MDR Rundfunkchor Leipzig, der Sächsischen Staatskapelle, dem Dresdner Barockorchester und den Virtuosi Saxoniae. Operngastspiele führten die lyrische Sopranistin bereits an die Staatsopern Dresden und Hamburg, die Deutsche Oper Berlin und die Staatstheater in München, Braunschweig und Kassel.

           Karten für die Konzerte gibt es noch im Vorverkauf bei der Buchhandlung Bindernagel in Friedberg.

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