Dekanat Wetterau

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          Vorbereitung auf den Weltgebetstag:

          Weit entfernt von paradiesischen Zuständen: Frauenalltag in Surinam

          Claudia PfannemüllerSie organisierten den Informationsnachmittag zum Weltgebetstag in der Bad Nauheimer Wilhelmskirche: vlnr. Ursula Seeger, Rosemarie Behler, Karola Odenweller, Sabine Wießner, Sabine Tamborini-Schwalfenberg, Nieder-Mörlen Elisabeth Becker-Christ, Susanne Hess, Birgit Reich und Nilani Stegen.

          Was bringt 60 Frauen aus der Wetterau an einem regnerischen Januarnachmittag dazu, sich mit dem kleinen südamerikanischen Land Surinam zu beschäftigen?

          Surinam ist in diesem Jahr Schwerpunktland des Weltgebetstags der Frauen. Die Evangelischen Frauen im Dekanat Wetterau hatten am vergangenen Mittwoch zu einer Informationsveranstaltung in die Bad Nauheimer Wilhelmskirche eingeladen. Vertreterinnen aus den evangelischen Kirchengemeinden des Dekanats bereiteten sich dort gemeinsam auf den Weltgebetstag der Frauen vor, der am ersten Freitag im März weltweit gefeiert wird. Gemeinsam ließen sie sich inspirieren, wie die Liturgie in ökumenischen Gottesdiensten in der Region umgesetzt werden kann.

          „Es ist immer spannend, sich mit dem Alltag von Frauen eines anderen Landes zu beschäftigen, sagte die Beauftragte für Frauenarbeit im Evangelischen Dekanat Wetterau, Elisabeth Becker-Christ. „Es erweitert den Horizont und man sieht vieles mit anderen Augen.“ Deshalb stehe beim Weltgebetstag neben dem gemeinsamen Gebet auch Informationen über andere Kulturen im Vordergrund.

          Die Teilnehmerinnen des Studientags erfuhren Wissenswertes über das bei uns eher unbekannte Surinam. Neugierig machten schon die surinamischen Lieder, die Kantorin Nilani Stegen mit den Frauen einstudierte. Das kleinste Land Südamerikas liegt an der Nordostküste des Subkontinents am Atlantischen Ozean. Der tropische Kleinstaat hat lediglich 560.000 Einwohner, etwa die Hälfte davon lebt in der Hauptstadt Paramaribo. Surinam war lange niederländische Kolonie und ist heute ein kultureller Schmelztiegel, der afrikanische, europäische, indische, chinesische und indonesische Bevölkerungsgruppen miteinander verbindet.

          Auf den ersten Blick erscheint die Natur in Surinam fast paradiesisch: 80 Prozent des Landes sind von Regelwald bedeckt. „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ heißt passend dazu das Motto des Weltgebetstags. Doch auch hier ist die Schöpfung bedroht. Das Land besitzt einen beträchtlichen Reichtum an Bauxit, Gold und Erdöl. Der Abbau dieser Rohstoffe geht mit erheblichen Umweltbelastungen einher. Die Gewässer sind mit Quecksilber belastet und viele Menschen leiden an Vergiftungen. Nachhaltigkeit und Bewahrung der Schöpfung sei überall auf der Welt ein wichtiges Thema, sagte Pfarrerin Ursula Seeger. Ins Zentrum ihrer Liturgie haben die surinamischen Christinnen die Schöpfungserzählung aus dem ersten Buch Mose gestellt. Die Schöfungsgeschichte sei kein wissenschaftlicher Bericht, sondern ein mythologisch geprägter Text, der aussagen wolle, dass Gott die Welt gut geschaffen habe, sagte die Pfarrerin.

          „Der Weltgebetstag der Frauen ist aus vielen Gründen eine Bereicherung“, meinte Susanne Hess aus Florstadt. „Hier arbeiten Ehrenamtliche verschiedener Altersgruppen über zwei Monate an einem Projekt zusammen,“ berichtete sie. In Florstadt gebe es im Anschluss an den Gottesdienst immer ein Buffet mit Gerichten aus dem jeweiligen Land. Die Weltgebetstagsbewegung sei ein Beispiel gelingender ökumenischer Zusammenarbeit. „Mich beindruckt ganz besonders, dass er in über 100 Ländern der Erde gefeiert wird,“ sagte Hess.

          Auch Rosemarie Behler aus Butzbach berichtete von positiven Erfahrungen in ihrer Kirchengemeinde. „Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird bei uns sogar an zwei unterschiedlichen Uhrzeiten gefeiert, damit auch berufstätige Menschen daran teilnehmen können,“ sagte die engagierte Ehrenamtliche.  

          Eine weitere Möglichkeit sich gemeinsam auf das Thema des Weltgebetstags vorzubereiten bietet eine Filmvorführung des Films „Tomorrow“, der am 25. Februar um 14 Uhr im Bad Nauheimer Filmtheater Fantasia gezeigt wird. Im Anschluss an den Film stellen sich gelungene Projekte zur Nachhaltigkeit in der Wetterau vor.

          Info:

          Zahlreiche Kirchengemeinden im Evangelischen Dekanat Wetterau bieten am 2. März Gottesdienste zum Weltgebetstag an. Wer sich an der Vorbereitung eines Gottesdienstes beteiligen möchte, kann sich bei Elisabeth Becker-Christ darüber informieren. Tel. 06408 503904, Mail: Elisabeth.Becker-Christ@EvangelischeFrauen.de

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