Dekanat Wetterau

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          Dekanat Wetterau übernimmt Trägerschaft der Familienbildung

          Zukunftsfähiges Bildungsangebot für Familien

          Claudia PfannemüllerMit neuem Träger, neuem Logo und inhaltlicher Neuausrichtung ins neue Jahr: Luise Böttcher vom Verband Evangelischer Frauen in Hessen und Nassau (links) übergibt die Evangelische Familienbildung an die leitenden Repräsentanten des Dekanats Wetterau, Dekan Volkhard Guth und Präses Tobias Utter (rechts). Zweite von links: die jetzige und künftige Leiterin der Familienbildung, Andrea Kube.

          Die Evangelische Familienbildung stellt sich unter neuer Trägerschaft zum Jahresbeginn inhaltlich neu auf. Einige Arbeitsgebiete fallen künftig weg, dafür setzt das Evangelische Dekanat Wetterau auf Kooperation mit den Kirchengemeinden.

          Die Familienbildung ist ein Arbeitsfeld, das die Evangelische Kirche bereits seit mehreren Jahrzehnten pflegt. „Die Evangelische Frauenhilfe hatte 1962 mit einer Mütterschule den Grundstein für die Familienbildungsarbeit gelegt,“ sagte Luise Böttcher, Vorsitzende des Landesverbands Evangelische Frauen in Hessen und Nassau. Über 5000 Menschen nahmen im vergangenen Jahr in der Wetterau an Angeboten der Familienbildung teil. Die Einrichtung war bisher mit eigenen Räumen an den Standorten Friedberg, Bad Nauheim, Butzbach und Büdingen vertreten. Nun soll die evangelische Bildungsarbeit in der westlichen Wetterau neu aufgestellt werden.

          Der Neubeginn wurde nötig, nachdem die Evangelische Familien-Bildungsstätte in den letzten Jahren in eine finanzielle Schieflage geraten war. Der bisherige Träger, der Verband der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau, sah sich nicht mehr in der Lage, die Einrichtung weiterzuführen. „Finanzielle Gründe haben zu der Entscheidung geführt, uns von Familien-Bildungsstätten an verschiedenen Standorten zu trennen,“ bedauerte Böttcher bei einem Pressegespräch in Friedberg. Das Defizit sei u.a. auf die hohen Miet- und Nebenkosten an den vier Standorten zurückzuführen, so Böttcher. Der Arbeitsbereich Kindertagespflege wurde an den Wetteraukreis übergeben, die Grundbildung Hauswirtschaft der betreute Umgang sowie das Projekt Wellcome werden künftig nicht weitergeführt. Die Aufgabe von Standorten und Arbeitsbereichen war auch mit Personalabbau verbunden. Dass die evangelische Familienbildungsarbeit in der Wetterau überhaupt weitergehen kann, liegt an der Bereitschaft des Evangelischen Dekanats Wetterau, hier Verantwortung zu übernehmen. „Dass die Familienbildung Wetterau künftig von Friedberg und nicht mehr von Darmstadt aus geleitet wird, macht absolut Sinn“, sagte Dekan Volkhard Guth. Aus der Familien-Bildungsstätte werde nun die Familienbildung, erklärte Guth, denn die Arbeit konzentriere sich nicht mehr nur auf eigene Räumlichkeiten. Mit einem vielfältigen Angebot an Kursen wird das Evangelische Dekanat Wetterau das Kerngeschäft der Familienbildung in Kooperation mit den Kirchengemeinden weiterführen.

          Dekan Guth betonte, Bildung sei ein Kernbereich kirchlicher Arbeit. Mit der Übernahme der Trägerschaft für die Familienbildung könne die Kirche künftig passende Angebote für die Menschen vor Ort machen. Bei der Übertragung der Familien-Bildungsarbeit in die Trägerschaft des Dekanats habe die hessen-nassauische Landeskirche (EKHN) finanzielle Verbindlichkeiten übernommen und stelle einen jährlicher Etat von ca. 180.000 Euro zur Verfügung. Das Dekanat habe die Entscheidung, die Familienbildung zu übernehmen, eng mit den Gemeinden abgestimmt, berichtete der Präses des Evangelischen Dekanats, Tobias Utter. Zuletzt hatte die Dekanatssynode mit sehr großer Mehrheit für eine Übernahme gestimmt.

          „Die Kurse können künftig in gemeindlichen Räumen stattfinden und so die Menschen vor Ort besser erreichen,“ erklärte Utter. Er betonte, dass die Angebote der Familienbildung auch künftig allen Menschen unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit oder Herkunft offen stehen. Der neue Träger hatte eine weitere positive Botschaft: „Die Kurse bleiben günstig“, versicherte Guth. Für die Kursleiterinnen sei bereits ein höheres Honorar vereinbart worden. Durch die Kündigung der angemieteten Räume und den Umzug in Gemeinderäume können künftig Mietkosten eingespart werden. Friedberg bleibt auch weiterhin Sitz der Verwaltung. Die Büdinger Niederlassung an der Bahnhofstraße wurde geschlossen. In Bad Nauheim zieht die Familienbildung von der Alten Wäscherei in die Wilhelmskirche, in Butzbach erfolgt der Umzug innerhalb der Räumlichkeiten der Kirchengemeinde.

          Mit dem Trägerwechsel sei ein neues Konzept der Familienbildungsarbeit verbunden, erklärte Tobias Utter. „Die Familien ändern sich und die Arbeit der Familienbildung stellt sich darauf ein.“ Kirchengemeinden aus der Wetterau können zukünftig das Angebot der „Familienbildung mobil“ nachfragen. Die Familienbildung organisiert Kurse in den Räumen der Gemeinden und vermittelt qualifizierte Kursleiterinnen. „Die Gemeinden können die Familienbildung in ihr Angebot integrieren“, sagte Utter. Volkhard Guth sprach in diesem Zusammenhang von einem Gewinn für beiden Seiten: „Da wächst zusammen, was zusammengehört.“ Inhaltliche Schwerpunkte der Kurse sind auch künftig der Eltern-Kind-Bereich, Kreatives sowie der Bereich Gesundheit. Leiterin Andrea Kube wird die Familienbildung künftig zusammen mit vier Mitarbeiterinnen weiterführen. Zum Jahresbeginn versprach Kube eine neue Website. Das neue Programm für Januar bis April 2018 ist bereits erschienen und in der Friedberger Bismarckstraße 2 sowie im Internet unter www.ev-familien-bildungsstaette.de zum Herunterladen erhältlich. Um das Programm immer aktuell zu halten, werden Programmhefte in kürzeren Abständen veröffentlicht, so Kube.

          Neben dem klassischen Eltern-Kind-Bereich will die Familienbildung mit einem neuen Konzept auch neue Zielgruppen erreichen und mit Familienzentren kooperieren. Auch Vorträge, gesellschaftliche Diskussionen und Kulturreisen solle es künftig geben. „Die Evangelische Familienbildung behält ihre feste Verankerung in der Wetterau mit einem breit gefächerten Bildungsangebot für Familien,“ sagte Dekan Volkhard Guth. 

          Hier finden Sie das Programm (Achtung: neue Website!):

          Familienbildung Wetterau

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