Dekanat Wetterau

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          Sonntagswort: Der Sonne hinterher

          Pfarrer Julian Lezuo, Evangelische Christuskirchengemeinde Bad Vilbel, schreibt über einen Sommerhit, der ihn zum Nachdenken gebracht hat.

          „Endlich Sonne!“ denke ich, als ich am Morgen in den Garten blicke. Wie wechselhaft das Wetter in den letzten Wochen doch war. Ein Tag Regen, dann Sonne, dann wieder Wolken. Nun aber taucht das Licht die Sträucher und den Rasen in ein verheißungsvolles Glimmern. Es verspricht ein klarer und angenehmer Tag zu werden. So lässt es sich doch aushalten. Dazu spielt das Radio in der Küche einen der Dauerbrenner dieses Sommers: „If you're looking for me baby / You know you can find me / Following the sun / Somewhere running up my heartbeat / I don't look behind me / Following the sun”. Vom Träumen und von der Lust am Reisen handelt der Song

          „Following the Sun“ von Super-Hi und Neeka. Eigentlich wurde er Ende des letzten Jahres, kurz vor dem Lockdown, veröffentlicht, ist aber aus diesem Sommer kaum mehr wegzudenken. Und der Text regt mich zum Nachdenken an. Weil ich mich frage, ob wir nicht alle etwas in unserem Leben haben, dem wir nachfolgen. Etwas, das uns genauso wärmt und die Welt für uns erhellt, wie in diesen Tagen die Strahlen der Sonne. Eine Verheißung, irgendwo am Horizont unseres Lebens.

           Und während ich dem Lied lausche, fällt mir auf, dass ich einer Zeile bisher nie Beachtung geschenkt habe. „I don't look behind me / Following the sun” Vorwärts und nicht nach hinten zu schauen. Das ist eine Eigenschaft, die mir Bewunderung abringt. Interessant finde ich allerdings, dass man sich zumindest von der Sonne gar nicht abwenden kann. Auch wenn ich mich umdrehe, erhellt sie weiterhin die Welt und macht alles um mich herum für mich sichtbar. So ein bisschen stelle ich mir auch Gott vor. Auch wenn ich ihn nicht unbedingt sehe, weil ich gerade mit etwas anderem beschäftigt bin, kann ich durch oder gerade wegen ihm die Welt um mich herum sehen. Und dann erstrahlt sie für mich in den schönsten Farben. So wie ein Garten an einem verheißungsvollen Morgen. 

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