Dekanat Wetterau

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Wetterau zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

          AngeboteÜbersicht
          Menümobile menu

          Detailansicht

          Sonntagswort: H.O.F.F.N.U.N.G

          Im Sonntagswort von Pfarrer Dr. Klaus Neumeier, Ev. Christuskirchengemeinde Bad Vilbel geht es diesmal um ein kleines Wort, dass aktuell wichtiger ist denn je: Hoffnung.

          Wir warten auf einen Impfstoff: Die Russen preschen vor. Das RKI gibt eine Meldung mit heraus und dementiert sie ein paar Stunden später wieder. „Der kommt nie“ sagen die einen. „Noch in diesem Jahr können wir uns impfen lassen“, hoffen die anderen. In der Krise spüren wir neu, welche Kraft Hoffnung haben kann: Ein Licht am Ende des Tunnels, ein Silberstreif am Horizont – oder ein Senfkorn Hoffnung, ein kleiner Funke Hoffnung, eine Münze oder eine Träne Hoffnung. So heißt es in einem christlichen Lied von vor ein paar Jahrzehnten.

          In der Krise eine Hoffnung zu haben bedeutet, sich nicht der Krise auszuliefern. Die bedrückende Gegenwart ist nicht alles. Ich darf auf eine bessere Zukunft hoffen. In der Krise lernen wir neu, H.O.F.F.N.U.N.G zu buchstabieren: Sie uns mit jedem Buchstaben wichtig und groß zu machen. Die Hoffnung ist Ausdruck eines immer halbvollen und nicht halbleeren Glases.

          Hoffnung ist nicht zufällig in der Bibel in vielen Geschichten verbreitet. Im Vertrauen auf den ewigen Gott ist alles Irdische nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit und wir dürfen hoffen auf einen Gott, der es gut mit uns meint und uns zeitlich und räumlich eine viel größere Wahrheit vor Augen malt, als unsere Sinne und unser Verstand sie erfassen könnten: Mein Leben ist eingebettet in Gottes Liebe und in seine Ewigkeit – was für eine Hoffnung sogar über den irdischen Tod hinaus!

          Das Vertrauen auf Gott macht aber immer auch Mut zum Leben in dieser Welt und schenkt Hoffnung für diese Welt: Solange Gott sie (und uns) in seiner Hand hält, dürfen wir geborgen sein, egal wie schwierig die Gegenwart aussehen mag. Und: Weil Gott uns eine Hoffnungs-Wirklichkeit vor unsere Augen malt, deswegen dürfen wir selbst voller Hoffnung diese Welt gestalten und mit vielen kleinen Taten Gutes bewirken. Wir dürfen Hoffnungsträger sein!

          Und ja: Es ist gut, wenn wir Hoffnung auf einen Impfstoff haben und Forscher – begabt von Gott – ihr Bestes geben, damit wir bald wieder ein wenig unbeschwerter leben können. Ich wünsche uns ein in uns wachsendes „kleines Senfkorn Hoffnung“ und dass wir jeden Tag neu durchbuchstabieren, was Hoffnung in unserem Leben bedeuten und bewirken kann.

          Diese Seite:Download PDFDrucken

          to top