Dekanat Wetterau

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          Auftakt der ACK-Veranstaltungsreihe

          Die Ausgewogenheit des heiligen Benedikt

          Wie die Schwestern im Kloster Engelthal ihre „Freude an Gott“ pflegen, konnten Seminarteilnehmer*innen kürzlich beim Auftakt der ökumenischen Veranstaltungsreihe der ACK-Wetterau erleben.

          Andreas MünsterÄbtissin des Klosters Engelthal: Elisabeth Kralemann

          „Wie ist das mit den Psalmen? Kann man die wirklich noch beten? Wie ist das Leben im Kloster Engelthal?“ Fragen, denen sich Mutter Elisabeth, die Äbtissin des Kloster Engelthal, stellte und aus ihrem Glauben heraus beantwortete. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren kürzlich zum Auftakt der ökumenischen Reihe der ACK Wetterau ins Kloster Engelthal gekommen, um sich mit der Spiritualität des heiligen Benedikt von Nursia zu beschäftigen.

          Ora – Bete

          Nach der Regel Benedikts gibt es in Engelthal täglich 4-5 Gebetszeiten, die eine zentrale Rolle im Tagesablauf spielen. Wenn die Glocke ruft, soll man alles stehen und liegen lassen und zum Gebet kommen. Das Gebet sorgt für eine Unterbrechung des Alltags, man richtet sich an Gott aus und merkt, ob das, was einen gerade ärgert oder freut, wirklich so wichtig ist.

          Labora – Arbeite

          Aber ein Benediktinerinnenkloster ist keine reine Gebetsgemeinschaft. Die Nonnen, die dort leben, müssen ihren Lebensunterhalt selbst erwirtschaften. In Engelthal geschieht dies neben dem eigenen Garten vor allem über die Restaurationswerkstatt und das Gästehaus. Hier zeigt sich die Ausgewogenheit der Regel Benedikts am augenfälligsten. Das Gebet unterbricht den Alltag und richtet den/die Beter/in neu an Gott aus. Die Arbeit, der Alltag, sorgt für die nötige Bodenhaftung und verhindert, dass man sich in weltfremden geistigen Höhen verliert.

          Das Kloster Engelthal

          Engelthal feierte in diesem Jahr 750-jährige Gründung als Zisterzienserinnenkloster, das von den Rittern von Buches und Karben gestiftet wurde. Ein massiver Einschnitt war die Zerstörung des Klosters 1622 im Dreißigjährigen Krieg. Über 40 Jahre später fanden die vertriebenen Schwestern die Kraft, das Kloster wieder auf den alten Grundmauern im spätbarocken Stil aufzubauen. In dieser Zeit erhielt es im Wesentlichen seine heutige Gestalt. Durch die Säkularisierung 1803 wurde das Kloster aufgelöst und wurde zu einem landwirtschaftlichen Gut. Die Kirche blieb erhalten und wurde für die wenigen Katholiken der Umgebung zur Pfarrkirche. Nach dem II. Weltkrieg nahm die Zahl der Katholiken in der Wetterau zu und es wurde in Altenstadt eine neue Pfarrkirche gebaut. Gleichzeitig bemühte sich der aus Friedberg stammende Mainzer Bischof Albert Stohr um eine Wiederbesiedlung des Kloster Engelthal, weil er auch in diesem Teil des Bistums ein geistliches Zentrum wollte. 1962 zogen 20 Benediktinerinnen aus Herstelle an der Weser in das Kloster. Seit Januar 2003 leitet Elisabeth Kraleman OSB als 3. Äbtissin das Kloster Engelthal.

          Text: Andreas Münster

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