Dekanat Wetterau

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          Konfi-Freizeit auf Burg Rieneck

          Eine Burg für 80 Konfis

          Dekanat WetterauKonfi-Castle auf Burg Rieneck

          83 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Butzbach, Nieder-Weisel, Gambach und Ober-Hörgern konnten kürzlich auf Burg Rieneck vier Tage lang echtes „Burgfeeling“ erleben und ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

          Ein halbes Jahr lang hatte das Team unter der Leitung von Jugendreferent Peter Bergmann und Pfarrerin Birgit Müller die Freizeit vorbereitet, den Veranstaltungsort ausgesucht, die Gruppen zusammengestellt und Workshops organisiert. Mit dabei: 17 ehrenamtliche Teamer, fünf Pfarrerinnen und Pfarrer, ein Vikar und ein Dekanatsjugendreferent. Mit im Team waren auch drei Mitglieder aus dem Vorstand der Dekanatsjugend. Das abenteuerliche Ambiente bot einen besonderen Rahmen für viele spannende Aktivitäten und Gespräche über den christlichen Glauben und das Erwachsenwerden.

          Zweifel gehören zum Erwachsenwerden

          Im Mittelpunkt der Freizeit stand das Thema: „Ich glaub´, ich zweifel.“ „Ohne Zweifel ist der Glauben nicht zu haben“, sagt Pfarrerin Birgit Müller. Jugendliche haben viele Frage, zweifeln an traditionellen Werten, an ihrem Glauben an Gott und manchmal auch an sich selbst. Häufig kommen die Zweifel mit der Pubertät und haben etwas mit dem Erwachsenwerden zu tun, so Müller. Jugendliche stellen sich Fragen wie: „Wie komme ich bei anderen an?“ Was macht mich selbstbewusst? Was stärkt meinen Glauben an Gott?

          Gespräche über Werte und Lebensziele

          „In den Kleingruppen war ein offener und sehr persönlicher Austausch unter den Jugendlichen möglich“, berichtet Pfarrerin Sybille Lenz aus Butzbach. Auch Pfarrer Christoph Baumann bestätigt: „Es war interessant zu hören, welche Werte und Lebensziele Jugendliche haben.“ Ein gutes Familienleben und Freundschaften stehen für Jugendliche an allererster Stelle. Auch Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen die jungen Leute. Viele der Wetterauer Konfirmanden identifizieren sich mit der Fridays-for-Future-Bewegung. Viele Jugendliche wollen einen umweltbewussteren Lebensstil, so Baumann, selbst, wenn das für sie mit Einschränkungen beim Konsum verbunden sei.   

          Gespräche, Spiel und Spaß

          Der Anreisetag am Montag war bis in den Abend hinein mit Spielen zum gegenseitigen Kennenlernen und Erkunden der Burg gefüllt, bevor der Tag mit einem Abendsegen endete. Dienstag und Mittwoch gingen die Gespräche in Kleingruppen weiter. Außerdem gab es viel Zeit für Spiel und Spaß: Spannende Werwolf-Spiele, Biathlon im Burghof, Bible Art Journaling, Pokern und vieles mehr stand auf dem Programm. Am Abend hatte das Gambacher Team einen Jugendgottesdienst mit christlichem Poetry-Slam organisiert. Bei den von jugendlichen Ehrenamtlichen mit ausgefallenen Ideen und viel Kreativität gestalteten Abenden lernten die Konfis den Glauben an Gott von einer ganz anderen Seite kennen.

          Gemeinschaft erleben

          Über die Vorbereitung der Konfi-Freizeit sei auch das Team der Nord-Gemeinden zusammengewachsen, berichten Pfarrerin Cornelia Hankel aus Nieder-Weisel und Pfarrer Jörg Liebig aus Gambach. Der Konfirmandenunterricht biete Raum, sich mit Glaubensfragen und Wertvorstellungen auseinanderzusetzen. Weit über 80 Prozent eines evangelischen Jahrgangs lassen sich konfirmieren. In der modernen Konfirmandenarbeit trete das reine Weitergeben von Inhalten immer mehr in den Hintergrund, erklärt Jugendreferent Peter Bergmann. Stattdessen sei das Erleben und Entdecken von Gemeinschaft ein zentraler Bestandteil der Konfi-Arbeit geworden. Es gehe darum, mit jungen Leuten ins Gespräch darüber zu kommen, was gut oder schlecht für ihr Leben sei. Die Freizeit auf Burg Rieneck habe den Jugendlichen zwei Monate vor ihrer Konfirmation die Möglichkeit gegeben, intensiv über ihren Glauben und ihre Zweifel ins Gespräch zu kommen. „Besonders gut gefallen haben den Konfis die Jugendgottesdienste mit Bandbegleitung sowie die Spiel- und Spaßangebote,“ so Pfarrerin Birgit Müller. Alle haben zum Abschied ein Säckchen mit Blumensamen mit nach Hause genommen. „Wir hoffen, dass der Samen aufgeht,“ so die Pfarrerin.

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