Dekanat Wetterau

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          Mit interreligiösem Segen

          Erntedankfest im Interkulturellen Garten Friedberg

          JallowAm Ende ein Erntedank-Segen - alevitisch, muslimisch und christlich. Mit Ahmed Sancar, Hasan Basri und Dekan Volkhard Guth.

          Bei herrlichem Herbstwetter fand kürzlich im Interkulturellen Garten des Evangelischen Dekanats Wetterau ein Erntedankfest statt.

          Der Garten befindet sich an den 24 Hallen nahe der Usa. Die Gärtnerinnen und Gärtner feierten gemeinsam die Ernte. Es wurden reichlich verschiedenste Tomatensorten geerntet. Der reiche Ertrag sei dem regenarmen und warmen Wetter sowie dem neuen Tomatenhaus zuzuschreiben, sagte Gerlinde Jallow, Gemeindepädagogin und Mitarbeiterin des Interkulturellen Gartens. Das Tomatenhaus sei gebaut worden, um die Tomaten vor zu großer Feuchtigkeit zu schützen. Rat zum Thema Tomatenanbau holten sich die internationalen Gärtnerinnen und Gärtner beim Gemüsegärtner Andreas Müller von der Diakoniewerkstatt in Friedberg. Freude gab es weiterhin über eine üppige Paprika- und Peperoni-Ernte, viele Weintrauben und schmackhafte Kartoffeln.

          Mit einem Segenswort erinnerte Dekan Volkhard Guth daran, dass laut dem ersten Buch Mose im Alten Testament alles Leben auf der Erde in einem Garten anfing. Gärtnern stehe heute für Leben, Fruchtbarkeit und Vielfalt, aber auch für Hingabe und Anstrengung. Er lobte das Projekt, bei dem sich in vielfacher Hinsicht zeige, dass ein friedliches Miteinander durch gemeinsames Arbeiten, treffen und feiern möglich sein könne. Einer der Gärtner, Ahmed Sancar, ergänzte diesen geistlichen Impuls mit Informationen über den alevitischen Glauben. Die Aleviten stellen mit 15 Prozent der Bevölkerung die zweitgrößte Glaubensgemeinschaft in der Türkei dar. Besonders wichtig sei der Glaubensgruppe, dass alle Menschen vor Gott gleich sind und dass niemand wegen seiner Herkunft oder Hautfarbe herabgesetzt werden dürfe. Hasan Basri, der ebenfalls zur Gruppe der interkulturellen Gärtner gehört, sprach ein Gebet aus dem Koran in arabischer Sprache.

          Mitten im Garten hatten Gerlinde Jallow, Britta Laubvogel und Gülpaze Albayrak einen bunten Gabentisch gestaltet. Leckeres Grillgut und ein Buffet mit mitgebrachten Leckereien luden ein zum gemütlichen Beisammensein und Plausch.

          Der Interkulturelle Garten bestehe seit fast drei Jahren und habe sich mittlerweile im Gemeinwesen etabliert, sagte Projektleiter Wolfgang Dittrich, der auch Referent für Gesellschaftliche Verantwortung des Evangelischen Dekanats Wetterau ist.

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