Dekanat Wetterau

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          Vorbereitung auf den WGT der Frauen:

          Feiern ist angesagt

          PfannemüllerDas Vorbereitungsteam: Ina Kottke, Nilani Stegen, Sabine Wießner, Elisabeth Becker-Christ, Susanne Hess, Rosemarie Behler, Karola Odenweller, Birgit Reich, Ursula Seeger, Sabine Tamborini-Schwalfenberg.

          Alle sind eingeladen zu einem Festmahl: dies ist die Botschaft des diesjährigen Weltgebetstags, auf den sich viele Kirchengemeinden in der Wetterau vorbereiten.

          70 Frauen aus 22 evangelischen und katholischen Kirchengemeinden der westlichen Wetterau trafen sich kürzlich in der Bad Nauheimer Wilhelmskirche, um sich auf den Weltgebetstag vorzubereiten. Der Ökumenische Weltgebetstag der Frauen, der in über 170 Ländern am 1. März 2019 gefeiert wird, widmet sich in diesem Jahr dem kleinen europäischen Land Slowenien. Thema des Gottesdienstes ist das biblische Gleichnis vom Festmahl. Er steht unter dem Motto „Kommt, alles ist bereit!“

          Pfarrerin Ursula Seeger stimmte die Frauen mit einer Andacht auf das Thema ein. Die Bibelstelle im Lukasevangelium schildere eine besondere Situation: „Es gibt ein Fest und keiner geht hin.“ Weil die eingeladenen Gäste kein Interesse an dem Fest haben, lädt der Gastgeber schließlich Arme und Krüppel, Blinde und Lahme ein. „Jesus hat damit die gesellschaftlichen Normen seiner Zeit aufgebrochen,“ so die Pfarrerin. Sie ermutigte die Teilnehmerinnen darüber nachzudenken, wie es den christlichen Gemeinden heute gelingen könne, Gastfreundschaft zu leben und Begegnungen auf Augenhöhe zu ermöglichen. „Sind wir bereit, den gewohnten Trott zu verlassen und offen zu sein für Menschen, die wir nicht kennen?“ Der Bibelvers zeige deutlich, dass Jesus alle Menschen bei sich an der Festtafel haben wolle. „Es ist noch Raum da“ klinge heutzutage schon fast wie eine politische Aussage, sagte Ursula Seeger.

          Der gedeckte Tisch an dem noch Platz ist, sei ein schönes Sinnbild für eine einladende Kirche, meinte Elisabeth Becker-Christ, Referentin für Frauenarbeit im Evangelischen Dekanat Wetterau. Passend dazu waren im Gemeindezentrum Wilhelmskirche die langen Tafeln festlich geschmückt. Das Vorbereitungsteam gab interessante Informationen über das Weltgebetstagsland Slowenien weiter. Das Naturparadies zwischen Alpen und Adria sei eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Früher war das Land ein Teil Jugoslawiens. Es liegt auf der „Balkanroute“, auf der im Jahr 2015 tausende geflüchtete Menschen nach Europa kamen. Von den knapp zwei Millionen Slowenen sind circa 57,8 Prozent römisch-katholisch, 2,4 Prozent serbisch-orthodox, 2,5 Prozent muslimisch und circa ein Prozent ist evangelisch.

          Beim Vorbereitungstreffen in Bad Nauheim wurden die Frauen auch kulinarisch auf Slowenien eingestimmt: mit einem ganz besonderen Kuchen - dem slowenischen "Potica“.  Armin Steinhauer von der Bäckerei Hinnerbäcker hatte den Kuchen nach einem Originalrezept extra zu diesem Anlass gebacken. Der Weltgebetstag sei auch ein Stück gelebte Ökumene, sagte Sabine Tamborini-Schwalfenberg von der evangelischen Kirchengemeinde Nieder-Mörlen. Frauen verschiedener Konfessionen bereiten den Tag gemeinsam vor, gefeiert werde in Nieder-Mörlen abwechselnd in der evangelischen und der katholischen Kirche. Susanne Hess aus Florstadt schätzt am Weltgebetstag insbesondere das Wissen um die Solidarität mit Frauen weltweit. In Florstadt – wie auch in anderen Kirchgemeinden – sei es zur Tradition geworden, dass im Anschluss an den Gottesdienst Speisen des thematisierten Landes vorgestellt werden. „Das gemeinsame Essen nach dem Gottesdienst bietet die Chance, miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagte die engagierte Ehrenamtliche.

          Seit über 130 Jahren macht sich die ökumenische Weltgebetstags-Bewegung stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. In diesem Jahr sei in den Gemeinden die Vorfreude auf den Weltgebetstag besonders groß, sagte Elisabeth Becker-Christ: „Gottes großzügige Einladung zu seinem Fest wird die Gottesdienste in diesem Jahr inspirieren.“

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