Dekanat Wetterau

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Wetterau zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

          AngeboteÜbersicht
          Menümobile menu

          Gottesdienst zum Reformationstag

          „Glaube vermittelt Zuversicht angesichts von Furcht und Angst“

          In einer Dialogpredigt im Rahmen des zentralen Festgottesdienstes zum Reformationstag forderten Dekan Volkhard Guth und Pfarrer André Witte-Karp die Gläubigen auf, sich in der Gesellschaft einzumischen.

          „Die Evangelische Kirche hat eine politische Stimme,“ so Guth am Mittwochabend in der Friedberger Stadtkirche. Allerdings müsste jede politische Äußerung auch sorgsam theologisch ausgelegt werden. Im Jahre 501 nach der Reformation seien die Herausforderungen nicht weniger geworden, stellte der Dekan fest.

          Es mache ihm Angst, dass nach den Hessenwahlen populistische Parolen und offen geäußerter Rassismus einen Sitz und eine laute Stimme im Landtag hätten, sagte Volkhard Guth. Umfragen zeigten, dass es in Deutschland stärker werdende Ängste gebe. Diese Ängste gelte es wahrzunehmen und ihnen Ermutigungen aus der Bibel entgegenzusetzen. Christus selbst sei den bedrohlichen und zerstörerischen Kräften mit seinem Leben und seinem Wirken entgegengetreten, so der Dekan.

          „Fürchte dich nicht“ sei eine Aussage, die in der Bibel 365 Mal vorkomme, sagte Pfarrer André Witte-Karp. Christen könnten auf die Wahrheit und Tragfähigkeit dieser Aussage trauen. „Das Evangelium muss in die Welt, um es der Angst und allen lebensverneinenden Mächten und Gewalten unserer Zeit entgegenzusetzen,“ so Witte-Karp. Das Evangelium könne seine Kraft besonders dann entfalten, wenn Menschen es einander zusagten.

          André Witte-Karp bezeichnete es als Herausforderung, dem Populismus nicht selbst populistisch zu begegnen. „Nicht durch das Schüren von Angst, sondern durch Überzeugung müssen wir wirken,“ so der Friedberger Pfarrer.  

          Das Evangelium sei politisch, weil es in die Welt hinein spreche, sagte Guth. Auch bürgerschaftliches Engagement und der Einsatz für das Allgemeinwohl gehöre dazu. In diesem Sinne sei auch das Gemeinsame Mittagessen in der Friedberger Stadtkirche, die Deutschkurse für Geflüchtete und das Projekt „Alle können lernen“ des Familienzentrums politisch, ergänzte Witte-Karp. Alle diese Projekte trügen dazu bei, Menschen zusammenzubringen und somit der Tendenz zur Vereinzelung entgegenzutreten.

          Der Gottesdienst in der gut besetzten Friedberger Stadtkirche wurde musikalisch gestaltet von der Dekanatskantorei Friedberg unter der Leitung von Kantor Ulrich Seeger. Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Empfang, an dem auch der Landrat des Wetteraukreises, Jan Weckler, und der Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Friedberg, Hendrik Hollender, teilnahmen.

          Predigt zum Nachlesen

          Diese Seite:Download PDFDrucken

          to top