Dekanat Wetterau

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          1. Dekanatsbläsertag in Rosbach

          Musik hat mit dem Herzen zu tun

          ROSBACH: Das Klangerlebnis war überwältigend: 90 Bläserinnen und Bläser füllten die Stadtkirche in Ober-Rosbach beim Festgottesdienst des 1. Dekanats-Bläsertages, zu dem das Evangelische Dekanat Wetterau am vergangenen Sonntag eingeladen hatte.

          Die musikalische Leitung hatte Kantor Uwe Krause aus Butzbach, der mit seiner Musikauswahl bei Bläsern und bei Publikum gut ankam. In den  vorangegangenen Proben hatte er den Bläsern aus den Posaunenchören des Dekanats gezeigt, wie gute Literatur noch besser gespielt werden kann. „Dieser Tag ist wunderbar dazu geeignet, die Vernetzung der Posaunenchöre zu fördern“, so Krause, der den begeisterten Bläsern Lust auf einen nächsten Bläsertag machte.

          Am Nachmittag des Festtages fand ein Jungbläser-Workshop unter der Leitung von Landesposaunenwart Albert Wanner statt. In der Stadtkirche konnte er 54  junge Bläser, darunter die Bläser des Jugend-Auswahlensembles Junior Brass begrüßen. In vier Gruppen je nach Leistungsstand probten die „Kleinen“ die Stücke für den Festgottesdienst. Die Leitung hatten 6 Mitarbeiter von Albert Wanner. Die Kinder kamen dabei nicht nur aus dem Ev. Dekanat Wetterau, die Vernetzung der Jugendlichen geht weit darüber hinaus. Jungbläsertage dieser Art und Arbeitsphasen von Junior Brass werden vom Posaunenwerk in Oberhessen und seinem Förderverein regelmäßig durchgeführt. „Es ist kein Zufall, dass gerade in Rosbach die Jungbläserarbeit gut funktioniert.“, so Simone Koch, Ausbilderin im Posaunenchor Rosbach und Vorsitzende des Fördervereins für die evangelische Bläserarbeit in Oberhessen. Das Ausbildungskonzept von Albert Wanner bringe die Chöre voran.

          Nun war es so weit, der 1. Dekanats-Bläsertag fand sein Finale im Festgottesdienst in der Stadtkirche in Ober-Rosbach. Zum Eingang brachten alle Bläser zusammen eine sehr junge Intrade dar, die anlässlich des deutschen evanglischen Posaunentags in Dresden 2016 komponiert worden war. Auch die Vorspiele zu den Chorälen „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“, „Himmel, Erde, Luft und Meer“ und „Du meine Seele singe“ waren neue und frische Arrangements. Kantor Uwe Krause leitete die Bläser zu einer schwungvollen und ausdrucksstarken Darbietung an. Eine „Festliche Musik“ von Joh. H. E. Koch, in dem vor allem ein Hornquartett zur Geltung kam, war einer der musikalischen Höhepunkte des Gottesdienstes.

          Durch den Gottesdienst führte Dekan Volkhard Guth, der die Posaunenchöre, aber auch jeden einzelnen Bläser in seiner Predigt in den Mittelpunkt stellte. Posaunenchöre machten froh, Freude sei ein wesentlicher Teil in der Beziehung zu Gott. Die Musik der Bläser – egal welches Musikgenre – werde damit zum Gebet.

          Den Bläsern war tatsächlich die Freude an den gelungenen Stücken und das gemeinsame Musizieren mit vielen anderen – und sogar mit Schlagzeug - anzumerken. Bei dem Lied OhrenBlickmal, eine Hymne an die Posaunenchormusik, brachte Uwe Krause die Bläser sogar zum überzeugten Singen. Abwechslungsreich präsentierte sich das Jugend-Auswahlensemble Junior-Brass. Mit der „Cantina Band“ aus Star Wars und dem ruhigen und ausdrucksvollen Stück „Sound of Silence“, angeleitet durch Radka-Maria Schneider vom Posaunenchor Ulfa zeigten Sie ihr Können. Beim Stück „North and South“, unter der Leitung von Hannah Christmann, ebenfalls Posaunenchor Ulfa, bezogen die Bläser sogar den Rest der Jungbläser mit ein, die dadurch sichtlich eine Extraportion Motivation erhielten. 

          „Musik hat mit dem Herzen zu tun.“ Pfarrer William Thum aus Butzbach, der Vorsitzende des Posaunenwerks der EKHN, bekräftige in seinem Grußwort an die Bläser und die Festgemeinde, er tue sein Bestes, die Bläserarbeit zu unterstützen. Den Posaunenchören sei zu wünschen, dass sie es schafften, allen Stolpersteinen und Widersachern zum Trotz die Herzen zu erweichen. Mit seinem Gleichnis vom musikalischen Flusspferd, das am Ende das griesgrämige Krokodil mit seiner Trompetenmusik zum Weinen brachte, hatte er einige Schmunzler auf seiner Seite. 

          Bei der Verabschiedung der Gäste legte Herr Pfarrer Gerrit Boomgaarden allen Gästen den Besuch des nächsten Junior Brass Konzerts in Ober-Rosbach am 29. April um 18:00 Uhr ans Herz.

          Simone Koch

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