Dekanat Wetterau

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Wetterau zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

          AngeboteÜbersicht
          Menümobile menu

          Muttertag

          Pfarrer Mathias Fritsch, evangelischer Klinikseelsorger in Bad Nauheim

          Am 12. Mai ist wieder Muttertag. Aus Amerika kommend wurde der Muttertag im Jahr 1923 in Deutschland  das erste Mal begangen. Kinder, aber auch Erwachsene beschenken an diesem Tag ihre Mutter. Ein biblischer Brauch ist das nicht, dient er doch am ehesten den Blumen- und Geschenkehändlern. Dennoch hat mich mal interessiert, welche Rolle eigentlich Mütter in der Bibel spielen. Und da lassen sich ganz viele Mutterpersönlichkeiten finden. Hier nur eine kurze Auswahl. Angefangen hat es bei Eva, der Urmutter der Menschheit. Sie hatte allerdings mit ihren beiden Söhnen Kain und Abel Schlimmes erleben müssen. Kain hatte seinen Bruder Abel erschlagen. Der erste Mordfall in der Menschheitsgeschichte. Da muss in der Erziehung wohl was schiefgelaufen sein, könnte man heute spekulieren. Wie tragisch!

          Dann war da Sarah, die Frau des Abraham. Sie bekam mit 90 Jahren noch einen Sohn. Gott hatte es so gewollt. So wurde sie zur Mutter des Judentums schlechthin. Gleiches gilt auch für Hagar, der Magd von Abraham. Mit ihm hatte sie ihren Sohn Ismael geboren. So gilt sie als die Urmutter der Muslime. Auch dies dem Willen Gottes entsprechend und mit Gottes Segen. Es ist kein Zufall, dass die drei großen prophetischen Religionen in Abraham und seinen Frauen sich treffen.

          Eine ganz andere Rolle spielte Jochebed, die Mutter von Moses. Um ihr Baby Moses vor Verfolgung durch den Pharao zu schützen, legte sie es in ein schwimmendes Körbchen und vertraute dieses den Fluten des Nils an. Was für eine Tat! Eine Pharaonentochter fand das Baby dann am Nilufer und ließ es von dessen Mutter aufziehen. So konnte Moses im Auftrag Gottes zum großen Anführer und Befreier seines Volkes werden. Juden gedenken dieser Ereignisse noch heute.

          Weiter lese ich von der einer Mutter, der von einer anderen Frau ihr Kind streitig gemacht wurde. Als der König Salomon in seiner Weisheit das Kind zweiteilen wollte, um jeder Frau eine Hälfte zu geben, hätte diese lieber auf ihr Kind verzichtet um es zu retten. Was für ein Opfer! Aber Salomon erkannte ihre Lage und sprach ihr als Mutter ihr Kind zu.  

          Unter all den Müttern der Bibel darf natürlich eine nicht fehlen: Maria, die Mutter von Jesus. Sie spielte damals, wie auch noch heute im Christentum eine wichtige Rolle. In der katholischen und auch in der orthodoxen Kirche als Heilige, als Mutter Gottes verehrt, war sie es hauptsächlich, die zu ihrem Sohn stand, auch über seinen Tod am Kreuz hinaus. Während die Jünger nach dem schrecklichen Ereignis der Kreuzigung die Flucht ergriffen, ging Maria, zusammen mit der Freundin Maria aus Magdala, zum Grab um Jesus nochmal zu sehen. Und sie waren es dann auch, die entdeckten, dass Jesus lebt. Er war auferstanden zu einem neuen Leben. Die Entdeckung des neuen Lebens geschah so durch Maria, die Mutter von Jesus. Sicher keine zufällige Erzählung in der Bibel. Noch viele große Mutterpersönlichkeiten ließen sich in der Bibel finden. Gehen Sie doch mal selbst auf die Suche.

          Ich wünsche nun allen Müttern, dass sie ebenfalls immer wieder die Erneuerung des Lebens entdecken können, bei allem, was manchmal bei der Erziehung der Kinder auch schwierig sein kann. Der Segen Gottes liegt bei den Müttern. Das können wir aus der Bibel mitnehmen. In diesem Sinne wünsche ich allen Müttern, und  Großmüttern, wie auch den Vätern und der ganzen Familie einen fröhlichen und gesegneten Muttertag..

          Pfarrer Mathias Fritsch, evangelischer Klinikseelsorger in Bad Nauheim

          Diese Seite:Download PDFDrucken

          to top