Dekanat Wetterau

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          André Witte-Karp eingeführt

          Neuer Dekan will Mutmacher sein

          HartmannPfarrer André Witte-Karp auf der Kanzel der Petruskirche Gießen im Gottesdienst zu seiner Einführung als Dekan am 27.10.2019

          Ein Mutmacher will der neue Gießener Dekan André Witte-Karp sein. Bis zu diesem Herbst war er noch Pfarrer in Friedberg - am Sonntag wurde er in der Gießener Petruskirche in sein neues Amt eingeführt.

          Kirche und Gesellschaft sind im Umbruch und verwandeln sich, sagte Witte-Karp in seiner Predigt. Er möchte Menschen ermutigen, das auszuhalten, keine einfachen Lösungen zu erwarten, Neues auszuprobieren und darauf zu vertrauen, dass mit Gottes Hilfe Dinge sich gut entwickeln.

          Pfarrer André Witte-Karp ist am Sonntag, 27. Oktober, in einem Gottesdienst in der Petruskirche als Dekan des Evangelischen Dekanats Gießen von Propst Matthias Schmidt offiziell in sein Amt eingeführt worden. Witte-Karp war im Juni von den Gemeindevertretern gewählt worden und hat Anfang Oktober seine Tätigkeit in Gießen aufgenommen. 

           

          "Nicht-Wissen" und Unsicherheit aushalten

          In seiner Predigt wies der neue Dekan daraufhin, dass viele Menschen verunsichert seien über grundlegende Veränderungen in Kirche und Gesellschaft. „Vieles von dem, wie die Welt gestaltet war und was selbstverständlich Geltung für uns hatte, hat diese Geltung nicht mehr.“ Einfache Antworten und Lösungen auf Zukunftsfragen gebe es aber nicht. Als Dekan wolle er den Menschen Mut machen, das „Nicht-Wissen“ und die Unsicherheit auszuhalten. Die Kirchengemeinden in der Region ermutigte Witte-Karp zu Veränderungen.

          Er sei zuversichtlich, weil Menschen die Kirche immer mit den Möglichkeiten gestaltet hätten, die sie in ihrer aktuellen Zeit vorgefunden haben. „Uns wird erstens schon etwas einfallen und zweitens ist es Gott, dem es obliegt, seine Welt und dann auch seine Kirche zu halten und zu verwandeln“, so der neue Dekan. Zum Evangelischen Dekanat Gießen gehören rund 55.000 evangelische Christen in 29 Gemeinden in der Stadt und dem Umland.

           

          "Kirche ist keine Bundeswerteagentur"

          Der Propst für Oberhessen, Pfarrer Matthias Schmidt, sagte in seiner Ansprache, Christen seien keine „Lobbyisten für die Institution Kirche“, sondern lebendige Botschafter des Evangeliums. Die Evangelische Kirche sei „nicht Bundeswerteagentur, die für den gesellschaftlichen Kitt sorgt, sondern Anwälte der Sache Gottes“. Deshalb sei Kirche auch manchmal unbequem, provozierend und streitend. Der Propst hob hervor, dass die Evangelische Kirche in und um Gießen in den Kommunen und Vereinen, bei Vertretern von Politik, Wirtschaft und der Wissenschaft am Unistandort Gießen als „verlässlicher Partner“ geschätzt sei.

           

          Aufgaben des Dekans

          Auf den neuen Dekan kämen die Aufgaben zu, als Dienstvorgesetzter und Ansprechpartner für mehr als 50 Pfarrerinnen und Pfarrer, sowie hunderte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in Gemeinden, Kindertageseinrichtungen und kirchlichen Einrichtungen zu wirken. Außerdem müsse er in der kommenden Zeit Kirchengemeinden bei der Gestaltung zukunftsfähiger Strukturen unterstützen. Schließlich sei er gefordert, die christliche Botschaft in der Öffentlichkeit zu vertreten „für eine Gesellschaft und eine Welt, die in Filterblasen zerfällt und in der Rassismus und Antisemitismus zunehmen“. 

          Zuvor hatte der ehrenamtliche Dekanatsvorsitzende, Gerhard Schulze-Velmede, den neuen Dekan in gereimter Weise begrüßt und dafür spontanen Beifall erhalten.

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