Dekanat Wetterau

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          20 Jahre Ökumenische Notfallseelsorge Wetterau:

          „Notfallseelsorger schenken Zeit und Zuwendung“

          Claudia PfannemüllerBU: vlnr. Pfarrer Stefan Frey, Dekan Stefan Wanske, Dekan Volkhard Guth, Regina Kaurisch, Gregor Rettinghaus und Landrat Jan Weckler.

          Notfallseelsorger kommen immer dann zum Einsatz, wenn Menschen in Krisensituationen sind. Etwa wenn die Nachricht vom Tod eines Angehörigen überbracht werden muss. Die Notfallseelsorge wird von der evangelischen und katholischen Kirche getragen und arbeitet eng und vertrauensvoll mit Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten zusammen.

          In den vergangenen 20 Jahren war die Notfallseelsorge an über 2000 Einsätzen beteiligt. Seit 20 Jahren leistet die ökumenische Notfallseelsorge in der Wetterau Beistand in schweren Lebenssituationen. Zum Jubiläum gab es am Samstag in der Bad Nauheimer Bonifatius-Kirche viel Lob aus den Reihen von Politik, Polizei und Rettungsdiensten. Die Jubiläumspredigt hielt der evangelische Dekan Volkhard Guth. Ein Fünftel aller Menschen sterbe plötzlich, sagte Guth. In dieser Situation brauchen die Hinterbliebenen jemanden, der bei ihnen ist und gemeinsam mit ihnen zusammen das Unfassbare aushält. „Notfallseelsorger schenken Zeit und Zuwendung angesichts des plötzlichen Todes.“

          Die zahlreich erschienenen Vertreter von Landkreis, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten waren sich einig: die ökumenische Notfallseelsorge leistet einen wichtigen und unverzichtbaren Dienst für die Gesellschaft. Landrat Jan Weckler sprach den Kirchen seinen Dank aus. Er erinnerte an das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Dieser habe ohne Ansehen der Person geholfen. Ebenso sei auch die Notfallseelsorge für Menschen unabhängig von ihrer konfessionellen Zugehörigkeit, ihrer religiösen Prägung oder ihrer weltanschaulichen Überzeugung da. „Was hier geschieht, ist ein Segen für viele Menschen im Wetteraukreis.” 

          Vor zwanzig Jahren wurde die Notfallseelsorge auf Anfrage der Feuerwehr gegründet. Der damalige Kreisbrandinspektor Otfried Hartmann stand damals vor dem Problem, dass Feuerwehrleute nach besonders belastenden Einsätzen häufig selber Beistand benötigten. Die Kirchen seien mit ihrer Erfahrung in Sachen Seelsorge genau die richtigen Ansprechpartner, war Hartmann überzeugt. Sein Anliegen stieß bei den Kirchen auf offene Ohren. Insbesondere der katholische Polizeiseelsorger Joachim Michalik trieb die Sache voran. Es folgten Gespräche mit den Verantwortlichen beim Landkreis. Am 9. Mai 1998 nahmen Seelsorger zum ersten Mal an einer Übung in Ilbenstadt teil. Das war die Geburtsstunde der Notfallseelsorge in der Wetterau.

          Im Laufe der Jahre hat sich die Notfallseelsorge immer professioneller organisiert, und wurde so zu einem verlässlichen Partner in der Rettungskette. Auch Polizei-Vizepräsident Peter Kreuter bestätigte: „In außergewöhnlich belastenden Einsätzen sind Polizisten für die Unterstützung durch Seelsorger sehr dankbar.“

          Koordiniert wird die Notfallseelsorge in der Wetterau von dem evangelischen Pfarrer Stefan Frey, dem katholischen Gemeindereferenten Gregor Rettinghaus, und der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Regina Kaurisch. Insgesamt können sie auf ein Team von derzeit 11 Notfallseelsorgern zurückgreifen. Neben Pfarrerinnen und Pfarrern kommen seit zwei Jahren auch Nichttheologen als Notfallseelsorger zum Einsatz. Eine davon ist Birgit Skjeldal, die hauptberuflich als Lehrerin an der Bad Nauheimer St. Lioba-Schule arbeitet. Nach einer dreimonatigen Ausbildung begleitete sie zunächst erfahrene Kollegen. Mittlerweile traut sie sich zu, auch alleine zu einem Einsatz zu fahren. Mit der Integration von Nicht-Theologen habe man eine wichtige Weiche zur Zukunftssicherung der Notfallseelsorge gestellt, sagte Pfarrer Stefan Frey.

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