Dekanat Wetterau

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          Es ist höchste Zeit

          Pfarrer Kaarlo Friedrich von der Evangelischen Andreasgemeinde Büdesheim.

          Liebe Birgit,

          ja, du hast recht: Es ist höchste Zeit.

          Du hattest gefragt, ob es denn jetzt nicht Zeit wäre, dass wir Christinnen und Christen sichtbar machen, was dieses (unser Glaubens-) Bekenntnis uns bedeutet.

          Ja, liebe Birgit, es ist Zeit, höchste Zeit. Auch ich finde: Es ist höchste Zeit, dass wir als „Gemeinschaft der Heiligen“ aufwachen und unsere Verantwortung für diese einzigartige Erde wahrnehmen.

          Am 28. August fand in Island die Trauerfeier für Okjökull statt. Okjökull ist gestorben. Ihn gibt es nicht mehr. Wir trauern um ihn. Okjökull war kein Mensch, er war ein Gletscher. Er war Teil der Schöpfung Gottes. Einst soll er so groß gewesen sein, wie die Fläche von Berlin-Mitte. Okjökull ist der erste isländische Gletscher, der dem Klimawandel zum Opfer fiel. Der Verstorbene - Okjökull – ein einst ikonischer Gletscher im Westen Islands, ist im Laufe des 20. Jahrhunderts langsam, aber sicher weggeschmolzen. Lange schon hatten wir vom „Schrumpfen der Gletscher“ gesprochen. Nun schrumpft der Gletscher Okjökull nicht mehr - ihn gibt es nicht mehr.

          Und auch die Zahl der Tier- und Pflanzenarten, die für immer von dieser Erde verschwunden sind, steigt mit erschreckender Geschwindigkeit. Eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht. Verantwortlich ist der Mensch. Wir lassen die Natur in rasendem Tempo von der Erde verschwinden.

          Doch haben wir Menschen, wir Christinnen und Christen, wir „Gemeinschaft der Heiligen“ eine Verantwortung für diese Erde: (1. Mose 1,28) „Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über sie Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht“ – aber bitte zerstört diese Erde nicht !

          Es ist höchste Zeit. Als „Churches for future“ sind wir gefragt, unseren Glauben sichtbar zu machen. Sichtbar zu machen, wie ein individuelles und ein gemeinsames Leben aussehen kann. „Weniger ist mehr“, „Konsumverzicht“, „zurück zu den Wurzeln“, „die Politik soll das regeln“. Über solche Ideen hinaus, ist konkretes Handeln jedes Einzelnen wichtig.

          Liebe Birgit, wollen wir am 20. September die Glocken läuten, beten und demonstrieren – für die Bewahrung der Schöpfung?

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