Dekanat Wetterau

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Wetterau zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

          AngeboteÜbersicht
          Menümobile menu

          Quelle und Brot

          Pfarrerin Rita Mick-Solle, Evangelische Kirchengemeinde Assenheim

          So einige Male habe ich es mit der Trompete zum Ende meiner täglichen Corona-Andachten aus dem Pfarrhaus geblasen: Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott, sei mit uns auf unsern Wegen. Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen.“
          Pfarrer Eugen Eckert hat auf eine argentinische Melodie diesen Text geschrieben. In Melodie und im Text ist beides enthalten: die Leichtigkeit und Gelöstheit derer, die sich auf den Weg machen. Ein bisschen zögernd vielleicht, aber doch freudig gespannt, was sich da unterwegs alles ergeben könnte. Denn in jedem Aufbruch geht auch die Ahnung mit, dass der Weg, der vor mir liegt, nicht ungefährlich ist. Sei „Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen.“

          Das ist ein schönes Bild: Gott umschließt uns mit seinem Segen. Das ist wie eine Umarmung. Wir sind darin geborgen wie in einer zarten, weichen Wolke oder einem warmen Mantel. Doch Eugen Eckert, weiß sehr wohl, wie schwierig und kräftezehrend dieser Weg manchmal sein kann. Sein Lied ist mehr als ein Lied für die Urlaubsreise. Die Wege, die angesprochen werden, sind unsere Lebenswege. Seinen Text singend oder lesend, bitten wir darum, dass Gott Quelle und Brot in Wüstennot sein möge. In schweren Zeiten bitten wir besonders um seinen Beistand, darum, dass er sich so erfahrbar macht, als der, der mein Lebensretter ist, aber nicht nur für mich, sondern für alle Menschen, die sich in Wüstennöten befinden.

          Viele Menschen leben in der „Corona-Zeit“ in ihrer ganz persönlichen und wirtschaftlichen „Wüstennot“. Manchmal können solche „Wüsten“ auch etwas Heilsames an sich haben. Sie erinnern uns daran, was wir wirklich zum Leben brauchen. Quelle und Brot, aber auch Wärme und Licht, Hilfe und Kraft, den guten Geist Gottes als helfenden Lebensbegleiter, wie es in den anderen Versen heißt.

          So wünsche ich allen auf ihrem je eigenen Lebensweg, mit all den Abschieden und Aufbrüchen, mit den Krisen und der Sehnsucht, das Ziel des Weges, das Ende der Pandemie geduldig zu erreichen:  Gut möge es werden - dein und mein Leben! Seid behütet und bewahrt von dem Segen Gottes, der mitgeht auf den kleinen und großen Wegen unseres Lebens.

          Ihre Rita Mick-Solle, Pfarrerin in der Ev. Kirchengemeinde Assenheim

          Diese Seite:Download PDFDrucken

          to top