Dekanat Wetterau

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          Ewigkeitssonntag

          Verbundenheit im Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie

          HortienIsmael Poslu vom RUMI-Kulturverein Bad Nauheim (r.) betonte aus muslimischer Sicht, wie wichtig es ist, in der Not zusammenzustehen - über alle Grenzen hinweg.

          In der Trauerhalle des Friedhofs Bad Nauheim haben Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen, christlichen und der muslimischen Gemeinschaften aus der Wetterau der vielen Opfer der Corona-Pandemie gedacht und damit ein starkes Zeichen gesetzt.

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          Über 555 Menschen sind in der Wetterau an oder mit dem Corona-Virus gestorben, weltweit sind es mehr als 5 Millionen. Das betonte Britta Weber vom Vorstand der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Wetterau (GcjZ) in ihrer Begrüßung am Sonntag in der Trauerhalle des Friedhofs Bad Nauheim. Vertreterinnen und Vertreter der jüdischen, christlichen und der muslimischen Gemeinschaften aus der Wetterau waren zusammengekommen, um der vielen Opfer der Corona-Pandemie in den vergangenen beiden Jahren zu gedenken. Die GcjZ hatte die multireligiöse Feier initiiert.

          Dr. Peter Noss, evangelischer Pfarrer und wie Britta Weber im Vorstand der GcjZ, sagte: „Durch unser Tun und Handeln sind wir in das Leben eingeflochten, verbunden und getrennt. Krankheiten und Tod sind trennend, weil sie einen Riss bedeuten... aber: Christen glauben an Gottes heilende Kraft. Er wird uns am Ende der Tage bei sich aufnehmen und versöhnen, tiefer als in seine Hand können wir nicht fallen.“ Im Gebet bat er um Trost und Weisheit.

          Yehuda Azulay aus dem Vorstand der jüdischen Gemeinde Bad Nauheim verwendete in seiner kurzen Rede das Bild des Todes, der im besten Fall zu dem kommt, der sein Leben erfüllt gelebt hat, wie etwa der biblische Abraham. Aber manchmal komme er eben auch als Dieb und Verbrecher und raube das Leben viel zu früh, wie jetzt durch Corona. Er sprach das Kaddisch, ein besonderes jüdisches Gebet, das in Zeiten der Trauer gesprochen wird.

          Ismael Poslu vom RUMI-Kulturverein Bad Nauheim betonte aus muslimischer Sicht, wie wichtig es ist, in der Not zusammenzustehen - über alle Grenzen hinweg: „Sterblich sind wir alle. Aber uns vereint die Hoffnung auf die Auferstehung und das Wiedersehen.“ Im Anschluss an das Statement zitierte Armagan Yilmaz aus Sure 1 des Koran.

          Musikalisch begleitet wurde die Gedenkfeier von Norman Reaves mit der Violine. Symbolisch wurde von jeder Gemeinschaft eine Kerze entzündet. In der Hessenschau im HR-Fernsehen waren am Abend des Totensonntags Ausschnitte der Veranstaltung zu sehen. Eine Aufzeichnung der Feier findet sich auf der Seite der GcjZ (www.gcjz-wetterau.de) und des Evangelischen Dekanats Wetterau (www.wetterau-evangelisch.de).

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