Dekanat Wetterau

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          REWE-Logistikzentrum am falschen Platz

          Ev. Dekanat WetterauBlick auf das Gelände, wo das neue Logistikzentrum von REWE entstehen soll

          Nachdem der REWE-Betriebsrat Michael Adlhoch sein Unverständnis über die Position der Kirchen zum geplanten Logistikzentrum in Berstadt geäußert hat, bezieht das Evangelische Dekanat Wetterau dazu Stellung.

          „Natürlich haben die Kirchen die Arbeitnehmerinteressen nicht aus dem Blick verloren! Wir wissen um die Notwendigkeit von guter Arbeit und auskömmlichen Löhnen! Und wir wissen auch um die Wichtigkeit einer guten Interessensvertretung in den Betrieben.“ teilt Dekan Volhard Guth in einer Pressemitteilung mit.

          In direkten Gesprächen des Aktionsbündnisses Bodenschutz mit der REWE-Geschäftsleitung und Betriebsrat habe man deutlich gemacht, dass sich der Protest einzig auf den geplanten Standort in Berstadt beziehe. Dort sei nun einmal Ackerfläche mit weltweit bester Güte. „Kirche hat sich zu keinem Zeitpunkt gegen ein neues Logistikzentrum und damit gegen Arbeitsplätze ausgesprochen. Man hat schlicht und einfach den falschen Platz gewählt“, so Guth. Die von der Kirche unterstützte Klage vor dem Verwaltungsgericht richte sich folglich auch nicht gegen REWE, sondern gegen die Entscheidung der Regierungspräsidentin. Es werde in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen, dass diese ein Projekt genehmigt habe, das außerhalb des Regionalplans geplant wurde und von dem die zuständigen Fachbehörden abgeraten haben. Guth äußert seine Verwunderung darüber, dass es bisher keine veröffentlichten Bilder eines Modells von dem Logistikzentrum am geplanten Standort gibt. Die Dimension und Ausprägung des im Gelände freistehenden Projektes seien für die Bevölkerung somit kaum zu erfassen.

           

          Darüber hinaus bemängeln die Kritiker des Projekts, dass es kein transparentes Standortauswahlverfahren unter Einbeziehung der Bodengüte gegeben habe. Die Öffentlichkeit habe jetzt erst erfahren, dass der Standort in Wölfersheim auf Zuruf eines einzelnen Bürgers in den Blick genommen worden sei. Obwohl die Fläche aufgrund ihrer stellenweise sehr besonderen Bodengüte klar als landwirtschaftliche Nutzfläche ausgewiesen war, wurde sie trotzdem zweckentfremdet für den Standort des Logistikzentrums angeboten. Guth stellt fest, dass dieses Vorgehen die Ursache des Streites ist. REWE und den Mitarbeitern wurde suggeriert, dass der Ackerboden keine Bedeutung hat.

          Guth: „Wir mussten in der Sache zur Kenntnis nehmen, dass manchem Verantwortlichen gar nicht bekannt gewesen ist, dass es so etwas wie Bodengüte überhaupt gibt.“ Die stellenweise hervorragenden Böden in der Wetterau sind für die Versorgung vieler Menschen mit Nahrungsmittel von großer Bedeutung, auch über die Region hinaus. Sie sind in doppelter Weise Lebensgrundlage von Menschen und Teil der Identität und Kultur der Region. Aus diesem Grund setzt sich das Dekanat Wetterau schon seit langem mit Bodenaktionstagen und -gottesdiensten für den Erhalt der Böden ein.

           

           

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