Dekanat Wetterau

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          Herbstsynode 2021

          Synode richtet Blick auf Zukunftsthemen

          HortienDie Synode des Evangelischen Dekanats Wetterau hat im Bürgerhaus Nieder-Florstadt getagt.

          Es war die elfte und vorerst letzte Zusammenkunft in dieser Besetzung: Mit der Herbstsynode des Evangelischen Dekanats Wetterau am vergangenen Samstag endet die sechsjährige Amtszeit der Synodalen. Mit den Themen „Haushalt 2022“ und dem landeskirchlichen Zukunftsprozess „ekhn2030“ standen bei der pandemiekonformen Tagung dennoch wichtige Themen auf der Tagesordnung.

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          Im Februar 2022 ist die neue Synode, die sich aus Ehrenamtlichen, Pfarrer*innen und weiteren Berufenen zusammensetzt, zum ersten Mal gefragt, um unter anderem den Dekanatssynodalvorstand neu zu wählen. Ebenso endet mit dieser Wahlperiode die Zeit für Kerstin Tenholte und Uwe Wagner-Schwalbe als stellvertretende Dekane. Die Stelle ist ausgeschrieben. Mit anhaltendem Applaus ging ein großer Dank an Präses Tobias Utter, der stets zielgerichtet und bodenständig aber gleichzeitig mit viel Humor durch die Sitzungen geführt hatte.

          Synode des Evangelischen Dekanats Wetterau: Gemeindepädagoginnen vorgestellt

          Zu Tagungsbeginn hatten Dekan Volkhard Guth, Präses Tobias Utter sowie die beiden stellvertretenden Dekane Kerstin tenholte und Volkhrd Guth einen Gottesdienst gestaltet. Pfarrer Uwe Wagner-Schwalbe begrüßte als stellvertretender Dekan die neuen Gemeindepädagoginnen im Dekanat Wetterau und stellte sie vor: Jenny Tokarski (Rosbach; Projektstelle „Junge Kirche Wetterau“), Julia Krombacher (Bad Vilbel), Ann-Kathrin Füllgrabe (Café Kanne im Haus Degerfeld Butzbach), Tine Hölzinger (Friedberg) und Mareike Euser (Wetterau Ost) sowie Sophie Reinhard, Praktikantin im Jugendbüro. In seiner Amtszeit als stellvertretender Dekan war Wagner-Schwalbe schwerpunktmäßig für den Bereich der Gemeindepädagogen zuständig.

          Die Synode traf sich im Bürgerhaus Nieder-Florstadt, wo Bürgermeister Herbert Unger die Anwesenden herzlich willkommen hieß.

          Synode des Evangelischen Dekanats Wetterau: Veränderungsprozess im Fokus

          Am Vormittag lag der Fokus auf dem Thema „ekhn2030“, dem Transformationsprozess der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Mit dem seit 2019 laufenden Projekt will die Landeskirche tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen und knapper werdenden Ressourcen begegnen. Es geht dabei zum einen um eine Ausgabensenkung aufgrund sinkender Kirchensteuereinnahmen, aber auch um Menschen, die Kirche gestalten und Räume, in denen Kirche stattfindet. Einen Einblick in den Veränderungsprozess gaben Propst Matthias Schmidt, sowie Dr. Sabine Winkelmann und Dr. Melanie Beiner aus der Kirchenverwaltung.

          Die EKHN will 2030 eine offene, Mitglieder- und Gemeinwesen-orientierte Kirche sein. Gleichzeitig ist es ihr Anspruch, eine öffentliche Kirche zu sein, nah und in vielfältiger Weise bei den Menschen zu bleiben und Menschen miteinander zu verbinden. Das zeigt sich auch in der angestrebten äußeren Gestalt: Kirchengemeinden sollen verstärkt in Nachbarschaftsräumen und multiprofessionellen Teams aus Pfarrer*innen, Gemeindepädagog*innen, Kirchenmusiker*innen und weiteren Professionen zusammenarbeiten. Denn, so erläuterte Dr. Winkelmann, schon jetzt und auch in den kommenden Jahren stehen die Zahl der Ruhestandsversetzungen und die Zahl der Neueinstellungen in großer Diskrepanz. „Es kommen weniger junge Pfarrer*innen nach, als in den Ruhestand gehen.“ Es gelte jetzt zu überlegen, so Propst Schmidt: „Was wollen wir bewahren, was neu säen und was vielleicht auch sein lassen?“

          Synode des Evangelischen Dekanats Wetterau: Anträge zu "ekhn2030" gehen an Kirchensynode

          Die anschließende Diskussion, bei der die Synodalen ihre Erfahrungen und Anliegen aus den Kirchengemeinden schilderten und Fragen zum Veränderungsprozess „ekhn2030“ an die Referenten stellen konnten, wurde von Dr. Steffen Bauer, dem Leiter der Ehrenamtsakademie der EKHN, moderiert.

          Die Dekanatssynode stimmte mit großer Mehrheit zwei Anträgen zu, die an die Synode der Landeskirche gegeben werden sollen. Der erste weißt auf die Wahrung der Rolle der Dekanate im Prozess „ekhn2030“ hin, der andere betrifft die Mindestgröße der Verkündigungsteams bei der Bildung von Nachbarschaftsräumen.

          Synode des Evangelischen Dekanats Wetterau: Dekan dankt EFB und GüT

          Dekan Volkhard Guth sprach in seinem Bericht Dank in viele Arbeitsbereiche aus: Zunächst an die Haupt- und Ehrenamtlichen für ihren unermüdlichen Einsatz in den Gemeinden. Er lobte das vielfältige Veranstaltungsprogramm unter Corona-Bedingungen im Geistlichen Zentrum der Johanniter in Nieder-Weisel.

          Auch dem Team der Evangelischen Familienbildung Wetterau, das durch die Corona-Pandemie, personelle Engpässe und eine unsichere Raumsituation vor Herausforderungen steht, gebühre „großes Lob und Dank für all das was geleistet wurde und wird, um in diesen widrigen Zeiten die Arbeit am Laufen zu halten und auszubauen.“ Ebenso wie allen Mitarbeitenden im Bereich der Kindertagesstätten. Sie seien durch die Corona-Pandemie ebenfalls außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt.

          Synode des Evangelischen Dekanats Wetterau: Ausgeglichener Haushalt beschlossen

          Olaf Diwisch von der Evangelischen Regionalverwaltung Wetterau stellte den Haushaltsplan des Evangelischen Dekanats Wetterau für das Jahr 2022 vor: Das Zahlenwerk sieht ein Haushaltsvolumen von insgesamt rund 17,6 Millionen Euro vor. Auf das Dekanat selbst entfallen dabei rund 3 Millionen Euro. Einen wesentlichen Anteil am Gesamtvolumen hat mit rund 14,5 Millionen Euro der Bereich der Kindertagesstätten in Dekanatsträgerschaft, der zuletzt weiter gewachsen ist. Der Entwurf wurde einstimmig beschlossen.

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