Dekanat Wetterau

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          Ultraviolett - eine Farbe des Glaubens

          Dr. Peter Noss, Pfarrer für Ökumene und Dialog im Ev. Dekanat Wetterau

          Die Farbe des Jahres 2018 ist Ultra Violett, ein dunkler, mystischer Lilaton. Die Farbe drücke Besonnenheit, Ruhe und Achtsamkeit aus, gleichzeitig stehe sie für Einfallsreichtum, Experimentierfreudigkeit und zukunftsweisendes, visionäres Denken. „Die Pantone Farbe des Jahres steht demnach Unternehmen gut zu Gesicht, die Souveränität, konsequente Weiterentwicklung, Verlässlichkeit und einen Hauch Unangepasstheit symbolisieren wollen.“ So heißt es in der Begründung.

          Unternehmen? Wer denkt da als Pfarrer nicht gleich an die Kirche? Längst ist Violett die Farbe der evangelischen Kirche. Und wer von uns würde nicht genau das für die sichtbare Kirche wünschen: Souveränität, Verlässlichkeit, Einfallsreichtum und einen Hauch Unangepasstheit...

          Der Witz an der Farbe ist aber, dass ich sie gar nicht sehen kann. Diese Farbe ist die für den Menschen unsichtbare elektromagnetische Strahlung - kürzer als das sichtbare Licht, ein Geheimnis. Es lässt mich erahnen, dass es Dinge gibt, die ich nicht sehen kann, die aber doch da sind. Die über unser Sein hinausweisen, viel größer als Olympische Spiele, die Kirche...

          Lass leuchten dein Angesicht über dein zerstörtes Heiligtum um deinetwillen, Herr! (Daniel 9,17)

          Nick Foles hatte die Wahl: Footballprofi oder Pastor an einer High School. Wer Anfang Februar das Finale der US-Profiliga NFL verfolgt hat, dürfte meinen, dass sich Foles richtig entschieden hat: Er führte die Philadelphia Eagles zum überraschenden Triumph über die New England Patriots und wurde zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt. Ist das nicht wunderbar, geradezu ultraviolett?

          "Ach, es wäre auch andersherum wunderbar gewesen", sagte er: "Ich bin dankbar, dass ich hier sein darf, aber ich wäre als Pastor genauso glücklich." Sein Kontrahent Tom Brady hatte gesagt: "Wenn du gegen mich spielst, musst du bereit sein, dein Leben aufzugeben für Football - so wie ich meines dafür aufgegeben habe." So weit ist Foles nicht gegangen. Er hat sich nicht verrückt machen lassen, sondern auf Gott, auf das ultraviolette Leuchten vertraut.

          Dr. Peter Noss, Pfarrer für Ökumene und Dialog im Ev. Dekanat Wetterau

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