Bad Vilbel: Kinderchor feiert Weltpremiere mit selbst geschriebenem Musical „Babel“

veröffentlicht 04.03.2026 von Anna-Luisa Hortien, Evangelisches Dekanat Wetterau

Am Samstag, 14. März, feiert ein ganz besonderes Musical in der Bad Vilbeler Christuskirche seine Weltpremiere: Text und Musik des Musicals „Babel“ stammen aus der Feder von Anja Seybold, Daniel Scharfenberger und dem Kinderchor der Auferstehungsgemeinde, der das Stück um 16 Uhr zur Aufführung bringen wird.

Ein Turm, der bis in den Himmel reicht. Eine Sprache, die alle verstehen – oder irgendwann keiner mehr? Die alte Geschichte vom Turmbau zu Babel erhält in dem neuen Musical eine Stimme, die ganz in der Gegenwart verankert ist – und viele kleine Stimmen dazu. Denn maßgeblich sind auch die Ideen und Gedanken der Kinder des Kinderchors in Text und Inszenierung eingeflossen.

Daniel Scharfenberger leitet den Kinderchor. Die Idee zu einem Musical über den Turmbau zu Babel kam ihm bereits vor etwa zwei Jahren. Da es keine passende Vorlage gab, entschied er kurzerhand, selbst eines zu schreiben, und holte sich dafür Unterstützung von Anja Seybold. Schnell stellten beide fest, dass die biblische Geschichte nur wenig Stoff für ein Musical bietet. Daher kamen die Kinder ins Spiel: Bei einer ersten Probe las Anja Seybold ihnen die Geschichte vor und fragte an verschiedenen Stellen nach ihren Vorstellungen – etwa nach den Gefühlen der Menschen oder nach möglichen Reaktionen auf das Geschehen.

Während Anja Seybold den Text entwickelte, komponierte Daniel Scharfenberger die zehn Musikstücke. In den Proben mit den Kindern im Alter von sieben bis 14 Jahren wurde das Stück Schritt für Schritt weiter ausgearbeitet. Mal tauschten die Kinder ein Wort gegen ein anderes aus, das ihnen passender erschien, manchmal fügten sie noch einen Satz hinzu. Anja Seybold und Daniel Scharfenberger beschreiben die Entstehung und das Einüben des neuen Musicals als eine intensive und zugleich sehr schöne Zeit.

Entstanden ist ein rund 60-minütiges Werk, das sich nicht nur an Kinder richtet, sondern an Menschen jeden Alters – und nun erstmals aufgeführt wird.