Zusammen mit einem katholischen Kollegen des Bistums Limburg bietet die evangelische Pfarrerin Bettina Klünemann gemeinsam mit rund 40 Ehrenamtlichen täglich Unterstützung an. Ihr Angebot richtet sich an die etwa 80.000 Beschäftigten und die durchschnittlich 200.000 Fluggäste, die täglich am Flughafen unterwegs sind.
Klünemann und ein ehrenamtlicher Mitarbeiter schilderten, welche unterschiedlichen Aufgaben an sie gestellt werden.
So kommen manche Menschen in Frankfurt an, bei denen im Urlaub ein Angehöriger verstorben ist. Bei der Ankunft sind sie oft überfordert und finden Zuspruch und Unterstützung bei den geschulten Mitarbeitenden. In anderen Fällen werden Deutsche aus den unterschiedlichsten Gründen aus anderen Ländern abgeschoben und kommen mit nichts als einer Plastiktüte in der Hand in Frankfurt an. Sie erhalten zunächst Kleidung, Essen und gegebenenfalls einen Ruheplatz. Außerdem werden ihnen Hilfsangebote aufgezeigt, die ihnen einen Neustart in Deutschland erleichtern sollen.
Auch für die Flughafenbeschäftigten selbst ist die Seelsorge eine wichtige Anlaufstelle: Die Kapelle bietet ihnen einen Ort der Ruhe. Zudem finden dort Trauerfeiern, Taufen und sogar Hochzeiten statt, für Beschäftigte ebenso wie für andere Interessierte.
Bei einem Rundgang durch Terminal 1 stellte Klünemann den kirchlichen Sozialdienst der Diakonie Frankfurt und Offenbach vor. Neben Büros unterhält er auch einen Schalter am Check-in, der montags bis freitags besetzt ist. Ebenfalls im Terminal angesiedelt ist ein Diakoniezentrum für „Aufsuchende Sozialarbeit am Flughafen“, das sich um obdachlose Menschen kümmert. Die Gruppe konnte außerdem die jüdischen und muslimischen Gebetsräume besichtigen.
Den Abschluss des ebenso informativen wie interessanten Tages bildete eine Busrundfahrt über das Flughafengelände. Dabei erlebten die Teilnehmerinnen Flugzeugbetankungen sowie Starts und Landungen aus nächster Nähe.