Unter der Leitung von Sissy Sommer und Lutz Neumann hatten Mitglieder der katholischen Gemeinde Hl. Maria Magdalena, der syrisch-orthodoxen Maria-Mutter-Gottes-Gemeinde, der neuapostolischen Gemeinde und der evangelischen Auferstehungsgemeinde den Gottesdienst vorbereitet. Kaplan Thomas Kettel (kath. Gemeinde) führte als Liturg durch den Gottesdienst.
Im Zentrum stand die Frage nach der menschlichen Verantwortung gegenüber Gottes Schöpfung. Diese bewegt sich in der Spannung zwischen Schuld durch menschliches Versagen im Blick auf die Schöpfung und der Befreiung durch Gottes Zuwendung an uns Menschen als Teil der Schöpfung. Thematisiert wurde dies u. a. durch ein Schuldeingeständnis zu Beginn des Gottesdienstes und eine Atemübung als Zeichenhandlung, die Uwe Reukauf (neuapostolische Gemeinde) und Sissy Sommer (orthodoxe Gemeinde) gemeinsam mit den Gottesdienstbesucher*innen gestalteten.
Die Predigt von Pfr. Julian Lezuo (ev. Gemeinde) konzentrierte sich auf die Auslegung des Textes aus dem Buch Hiob, aus dem das Motto des diesjährigen Schöpfungstages stammt. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch das Orgelspiel von Udo Lorenz und den Gesang von Lutz Neumann (beide kath. Gemeinde) abgerundet. So erklang nicht nur der Psalm sondern ebenfalls die neutestamentliche Lesung als Wechselgesang zwischen Vorsänger und Gemeinde in der Kirche. Die Kollekte wurde für den Verein „Plastikfrei Bad Vilbel“ gesammelt, der seine Arbeit im Gottesdienst persönlich vorstellte.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde im katholischen Pfarrheim ein Bufett mit durch die örtliche Initiative „foodsharing Bad Vilbel“ geretteten Lebensmitteln angeboten. So wurde praktisch umgesetzt, was im Gottesdienst zuvor bedacht wurde: Gemeinschaft über konfessionelle Grenzen hinweg und die gemeinsame Verantwortung für Gottes Schöpfung praktisch im Alltag zu leben.