Pfarrer Thomas W. Stephan verstärkt die Friedensgemeinde

veröffentlicht 25.10.2026 von Anna-Luisa Hortien, Evangelisches Dekanat Wetterau

Seit 1. Oktober ist Pfarrer Thomas W. Stephan neuer Pfarrer der Evangelischen Friedensgemeinde Friedberg. Am 1. November wird er offiziell eingeführt.

Er schreibt seine Predigten auch mal im Café, und das ist Absicht: Wer Pfarrer Thomas W. Stephan tagsüber in der Kult Bar an der Burgkirche oder im „Piccola Italia” an der Stadtkirche sitzen sieht, darf ihn ruhig ansprechen. „Es ist ganz wichtig als Kirche ansprechbar zu sein”, sagt der neue Pfarrer der Evangelischen Friedensgemeinde Friedberg. Seit dem 1. Oktober verstärkt er das Verkündigungsteam.

Seine ersten Wochen waren geprägt von vielen neuen Eindrücken. „Ich bin herzlich begrüßt und sehr nett empfangen worden”, berichtet Stephan, der selbst schon länger in der Stadt wohnt. Er habe bereits viele Menschen kennengelernt, die Gemeinde aktiv leben und Lust haben, etwas zu bewegen. 

Zunächst will er vor allem zuhören und ankommen. Besuche in allen Ortsausschüssen sind geplant. Im Team trifft man sich wöchentlich. „Ich bin ein Teammensch und Netzwerker”, sagt Stephan. 

Kirche mitten in der Gesellschaft

Als Kirche mitten in der Gesellschaft zu wirken, das ist ihm ein Herzensanliegen. Dazu gehören nicht nur seine Besuche im Café, sondern zum Beispiel auch der Kontakt zu Vereinen in den Ortsteilen und Initiativen der Stadt. Kirche sei ein wichtiger Teil des Gemeinwesens. „Die Friedensgemeinde ist in der Stadt bereits sehr präsent und gestaltet das Miteinander mit. Daran möchte ich anknüpfen und mich einbringen“, sagt Stephan.

Die künftigen Schwerpunkte seiner Arbeit stehen noch nicht fest. „Ich werde natürlich Gottesdienste feiern und Kasualien übernehmen”, sagt er. „Die weiteren Aufgaben werden sich in den kommenden Wochen finden.“ 

Ein Weg mit Umwegen

Sein Weg hat ihn an viele Orte geführt: vom Spezialpraktikum in Brüssel über Stationen im Westerwald, in Rüsselsheim und Frankfurt bis zur Arbeit als Berater für Religion und Kirchen in Afrika bei „Brot für die Welt“. Zuletzt war er Pfarrer im Nachbarschaftsraum Nördliche Wetterau, der sich inzwischen zur Gesamtkirchengemeinde zusammengeschlossen hat. Seine Erfahrungen aus diesem Prozess will er auch in Friedberg einbringen.

Dabei ging es für ihn zunächst nicht direkt ins Pfarramt: Nach dem Theologiestudium in den 1990er-Jahren waren die Chancen auf eine Pfarrstelle schlecht, also arbeitete er zunächst als Licht- und Bühnendesigner und Eventmanager. In Friedberg organisierte er Veranstaltungen im „Café Kaktus” und stand beim Neujahrsvarieté hinter der Bühne. „In diesen Jahren habe ich viele interessante Gespräche geführt, wenn ich erzählt habe, dass ich Theologe bin”, erinnert er sich. Gerade diese alltäglichen Begegnungen mit Kirche und Glauben sind ihm wichtig.

Einführung am 1. November

Pfarrer Stephan wird am Sonntag, 1. November, um 10 Uhr in einem Gottesdienst mit Dekan Volkhard Guth in der Evangelischen Stadtkirche Friedberg eingeführt.