Wie haben Sie in den vergangenen Tagen die Hitze ertragen? Haben Sie das gut ausgehalten? Oder ist es Ihnen schwergefallen damit umzugehen? Oder: Wann waren Sie zuletzt in der Kirche? Und: Was hat das denn damit zu tun?
Wir lernen in den vergangenen Jahren notgedrungen mit großer Hitze umzugehen. Der Klimawandel hat uns in diesem Jahr bereits sehr große Hitze gebracht – und wir müssen uns darauf einstellen, dass das erst der Anfang war.
Hitze war für die Menschen der Bibel eine alltägliche Erfahrung. Dass der Morgentau die Kühle bringt (Jesus Sirach 18, 16), war ihnen sehr bewusst und wurde genutzt. Arbeitsrhythmen wurden angepasst, eine längere Siesta während der heißesten Nachmittagsstunden gehörte dazu.
Der Prophet Jesaja beschreibt Gott so: „er ist ein Schatten vor der Hitze, er bricht die Hitze durch den Schatten der Wolken“. Das sind Bilder, die uns erst durch die Erfahrungen von 35 Grad Celsius und mehr einleuchten können.
An den heißesten Tagen, die wir bisher hatten, habe ich mich zeitweise in die Butzbacher Markuskirche gesetzt und dort gelesen oder gearbeitet. Kurzerhand verlegten wir auch eine dienstliche Besprechung in die Kirche – und genossen die gute Entscheidung sehr. Zwar wurden auch die Temperaturen in der Kirche im Laufe der Hitzewellen immer höher – aber kühler als draußen ist es dort immer noch.
Wie viele Kirchen im Lande ist auch die Butzbacher Markuskirche (fast) jeden Tag für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet. Ob sie Christin sind, evangelisch oder nicht, ob Sie Muslim oder Atheist sind: Alle sind willkommen im Schatten Gottes vor der Hitze Zuflucht zu suchen.