Sonntagswort: Weltfondstag

veröffentlicht 19.04.2026 von Peter Bergmann, Evangelisches Dekanat Wetterau

Peter Bergmann, Dekanatsjugendreferent im Evangelischen Dekanat Wetterau, schreibt einen Impuls über Geld.

Der 19. April ist Weltfondstag!

Was es nicht alles für Jahrestage gibt?! Am 19. April 1744 wurde Adriaan van Ketwich geboren. Der niederländische Kaufmann gilt als Vater des Investmentfonds: 1774 brachte er das allererste Gemeinschaftsvermögen namens „Eintracht macht stark“ auf den Weg. 

Fonds, Aktien, Geld – das sind doch alles Themen, die für viele Christen anrüchig sind! Da gibt es in der Bibel doch den Götzen Mammon …

Darf man als Christ reich sein? Ja! 

Die Frage ist nur: Habe ich das Geld, oder hat das Geld mich? In der Bibel gibt es durchaus auch Personen, die für einen positiven Umgang mit Reichtum stehen. Eine Person, die an Karfreitag eine wichtige Rolle gespielt hat, war Josef von Arimathäa. Er war ein einflussreicher Ratsherr, der ein neues, unbenutztes Felsengrab hatte. Er hat seinen Einfluss und sein Eigentum für Jesus eingesetzt und ihm einen Beerdigungsplatz besorgt. Ich weiß nicht, ob ihm klar war, dass das nur für drei Tage genutzt werden würde. Er hat also etwas investiert. Paulus drückt die Haltung in seinem Brief an die Römer mit folgendem Satz aus: Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn (Röm. 12,8).

Jesus fordert in seinem Gleichnis von den anvertrauen Talenten (eine riesige Geldmenge im Wert von mehreren 100.000 Euro) seine Jünger auf mit dem zu arbeiten, was sie von Gott anvertraut bekommen haben, um damit das Reich Gottes hier auf der Welt auszubreiten. Da nicht jedem viel Geld anvertraut ist, übertrug sich der Begriff Talent heute umgangssprachlich auf alle unsere Fähigkeiten und Begabungen. Das was wir bekommen haben, sollen wir einsetzen! Das schließt jedes Talent ein – auch das finanzielle!

Denn: Der christliche Glaube ist eine „Mitmachreligion“!