„Wir beten in allen Farben“ – Gottesdienst zum CSD in Friedberg

veröffentlicht 01.09.2026 von Ralf Happel, Evangelisches Dekanat Wetterau

Bunte Farben, Lichterketten und eine riesige Regenbogenfahne: Am Vorabend des 2. Christopher-Street-Day in Friedberg war die Stadtkirche am Freitagabend bunt geschmückt.

Ein Team aus Dekanatsjugendreferentin Diana Schäfer Schmid, Pfarrerin Sophie Gesing, Pfarrer Joachim Neethen sowie Jugendlichen aus dem Dekanat Wetterau und der Friedensgemeinde Friedberg hatte einen besonderen Gottesdienst vorbereitet.

Schon in der Begrüßung versprach Pfarrer Joachim Neethen, dass es ein bunter Gottesdienst werden würde. Pfarrerin Sophie Gesing erinnerte daran, dass die Kirche ein „Safe Place“ ist – ein sicherer Ort, an dem Menschen sein dürfen, wie sie sind.

Der Regenbogen als Zeichen der Verbundenheit

„Gott will nicht, dass unsere Welt eintönig, grau oder schwarz-weiß ist“, war die Einleitung zur Lesung aus dem 1. Buch Mose, in dem der Regenbogen ein Zeichen für den Bund ist, den Gott mit allen Lebewesen auf der Erde geschlossen hat.

Verbunden mit den Worten aus Psalm 139 wurden der Regenbogen und die Tatsache, dass vor Gott alle Menschen wunderbar sind, zu den zentralen Elementen des Gottesdienstes.

Die ca. 50 Besucherinnen und Besucher konnten deutlich erleben, dass alle Menschen willkommen – und einzigartig, geliebt und unersetzlich sind.

Stationen geben Raum für Gedanken und Gefühle

Anstelle der Predigt hatte das Team Stationen vorbereitet, zu denen sich die Besucherinnen und Besucher in der Kirche frei bewegen konnten.

An einer „Wand der Worte“ konnten Sorgen auf Post-its geschrieben und an die Wand gehängt werden. So konnte jeder die Sorgen der anderen lesen und erkennen, dass man sich mit den eigenen Sorgen nicht allein fühlen muss.

Bei „Find your Beat“ konnte getanzt werden, Sorgen und Ängste konnten auf Steine geschrieben und im Wasser versenkt werden, Hoffnungskerzen wurden entzündet und mit selbst gebauten Buttons konnten die Besucherinnen und Besucher mit bunten Motiven für eine freie und bunte Gesellschaft werben.

Segen für jede und jeden

Wer mochte, konnte sich von Pfarrerin Sophie Gesing und Pfarrer Joachim Neethen persönlich segnen lassen – ein Angebot, das gerne angenommen wurde.

Botschaft für eine bunte Gesellschaft

Im Gottesdienst wurde deutlich, wie wichtig es ist, alle Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind, und für eine Gemeinschaft zu sorgen, in der niemand in Angst leben muss.

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Volker Michel, der mit Gesang und Gitarre die Botschaft des Abends noch unterstreichen konnte.