Das Evangelische Dekanat Wetterau stellt das Jahr 2026 unter das Jahresthema „Hoffnung“. Ausgehend von der Jahreslosung „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5) fragen wir danach, wo Neues wächst, aufbricht und möglich wird. Im Laufe des Jahres laden verschiedene Gottesdienste, Aktionen und Veranstaltungen dazu ein, Hoffnungszeichen zu entdecken und zu teilen. Jeden Monat rücken wir dabei ein Thema in den Blick, in dem sich „Neues“ zeigt – in unserem Glauben, unserem Miteinander und in unserer Welt.
Sabrina Scheer hat Theologie in Marburg und Rom studiert. Spätestens nach dem verpflichtenden Gemeindepraktikum stand für sie fest, dass sie Pfarrerin werden möchte. Ihr Vikariat absolvierte sie in Lauterbach und Heblos im Dekanat Vogelsberg – eine Zeit, die ihren Berufswunsch weiter festigte.
Noch bis Ende Mai ist Sabrina Scheer im Geistlichen Zentrum tätig, bevor sie anschließend ihre erste Pfarrstelle im Probedienst in einer Gemeinde antritt.
Auf Nieder-Weisel aufmerksam geworden ist sie über die Angebote. Besonders ansprechend findet sie, dass es Angebote für Geist, Seele und Körper gibt und man so viele verschiedene Möglichkeiten kennen lernen kann. „Alle drei Dimensionen gehören für mich untrennbar zum Glauben dazu“, sagt sie. „Ich denke, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, den Glauben im Alltag zu leben und ein persönliches geistliches Leben zu entwickeln.“ Auf diesem Weg möchte sie Menschen begleiten – jetzt im Geistlichen Zentrum und später in der Gemeinde.
Am Beruf der Pfarrerin fasziniert sie vor allem die Vielfalt und der enge Kontakt zu Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. „Ich kann individuell auf sie eingehen und zugleich meine eigenen Stärken und Interessen einbringen.“
Das Geistliche Zentrum Nieder-Weisel wird gemeinsam vom Evangelischen Dekanat Wetterau und den Johannitern getragen. Auch in diese Kooperation und die organisatorischen Strukturen erhält Sabrina Scheer Einblicke. Besonders wertvoll ist für sie der Kontakt zu den Teilnehmenden der Angebote, die ebenso vielfältig sind was ihr Alter und ihre Religiosität betrifft.
Derzeit begleitet sie viele Angebote, übernimmt aber bereits eigene Impulse, Workshops und Andachten, wie zum Beispiel jüngst bei einer „geistlichen Klausur“ eines Verkündigungsteams des Dekanats. „Das ist ein gutes Lernfeld“, sagt die Vikarin.
Als an Kirchengeschichte Interessierte erlebt sie das Geistliche Zentrum auch als einen geschichtsträchtigen Ort. „Die Geschichte atmet hier. Die Atmosphäre in der Komturkirche ist wirklich besonders und berührt mich sehr – etwa das Spiel von Licht und Dunkel oder die Öffnung in der Decke zum ehemaligen Krankensaal.“ Gleichzeitig stehe dem die moderne Hotel- und Tagungsarchitektur gegenüber. „Altes und Neues treffen hier aufeinander. Diese Mischung ist etwas ganz Besonderes.“
Bereits nach den ersten zwei Monaten zieht Sabrina Scheer ein positives Zwischenfazit: „Die Zeit im Geistlichen Zentrum ist für mich eine sehr wichtige Erfahrung für meine zukünftige Arbeit in der Gemeinde. Ich fühle mich schon jetzt sehr bereichert.“