„Wir fahren wieder nach Korsika, wie immer eigentlich, da ist uns alles so vertraut…“ – Es gilt für den Urlaub und erst recht für unsere Alltagsgewohnheiten: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier! Vertrautes gibt uns Sicherheit und deswegen ist Gewöhnung entgegen manch anderer Meinung für uns Menschen sehr wertvoll. Unsere Welt aber ist so schnell geworden und immer neue Veränderungen kommen so rasant und so umfassend, dass viele das ängstigt. Nicht mitzuhalten, auf der Strecke zu bleiben und Verlierer der Veränderungsprozesse zu sein – das sind die eigentlichen Ängste, die hinter vielen populistischen Strömungen liegen; diese versprechen einfache Antworten auf komplexe Fragestellungen und meist versprechen sie, Räder zurückzudrehen und vertraute Zustände wieder herzustellen…
Nur war früher nie einfach alles besser – es war uns nur vertrauter! Und manchen Trugbildern wird dann hinterher getrauert. Nur ein Beispiel: Einen deutschen Nationalstaat mit ausschließlich deutscher Bevölkerung hat es zu keinem Zeitpunkt der Geschichte gegeben! Mitteleuropa und Deutschland waren zu jeder Zeit zugleich Einwanderungs- und Auswanderungsgebiet! Nein, Räder können nicht rückwärts gedreht werden – und wäre es möglich, würde es auch kein einziges der (ja tatsächlich vorhandenen!) aktuellen Probleme lösen.
Und jetzt kommt Gott mit einem Wort aus dem biblischen Buch der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel mit seinem Blick nach vorne: „Ich mache alles neu“ (Kapitel 21 Vers 5). Diese Worte sind ausgelost als Leitvers für das Jahr 2026. Also auch bei Gott: Alles neu… Aber dies ist keine Drohung an die ohnehin schon gestresste und sich sehr schnell verändernde Welt, es ist Gottes Zusage, dass am Ende der Zeiten er die Fäden der Welt und der Geschichte in der Hand hält. Vor fast 2000 Jahren gaben diese Worte der verfolgten ersten Christenheit Mut und Hoffnung. Das dürfen und wollen sie auch für uns heute: Zuversicht geben in herausfordernden Zeiten. Über alle irdischen Sorgen und Probleme hinaus dürfen wir uns bei Gott geborgen wissen. Seine Wirklichkeit ist größer und umfassender als alles Irdische.
Und bis Gott am Ende aller Zeiten alles neu machen wird, bis dahin dürfen und sollen wir ins seinem Sinne unterwegs sein im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit und die Bewahrung seiner Schöpfung. Ja, das geht nur mit kleinen Schritten, aber die dürfen und sollen wir gehen. Gott helfe uns dabei uns segne unser Jahr 2026.