Sonntagswort: „Prüft alles und behaltet das Gute!“

veröffentlicht 18.01.2026, Evangelisches Dekanat Wetterau

Prädikant Gerd Schwalm reflektiert in seinem Impuls noch einmal die Jahreslosung 2025 und deren Umsetzung.

Das war die Jahreslosung für das vergangene Jahr. Wagen wir einen Blick zurück: Ist uns das eigentlich gut gelungen?

Ganz lapidar zum Beispiel beim Ausmisten im Haus, alles raus, was nicht mehr gebraucht oder verwendet wird. Klar Schiff machen! Neu sortieren, neu strukturieren, eine Übersicht schaffen, Prioritäten setzen.

Das gilt genauso für unser Denken. Auch unser Gehirn braucht mal ein „Klar Schiff machen“, ein Ausmisten alter und nicht mehr brauchbarer Denkmuster und Denkweisen. Luft schaffen für Neues. Frisch an den Start gehen mit neuen, klar definierten Zielen.

Ich wünsche uns allen, dass uns das gelingt im neuen Jahr, das nun auch schon über einen halben Monat auf dem Buckel hat.

“Think positive!“/„Positiv denken!“ - Bei allem Schlamassel, den wir auf der Welt erleben, ist das essenziell. Wenn wir dann noch Gott mit ins Boot holen, können wir im Bedarfsfall, besser sogar regelmäßig, eine wunderbare Kraftquelle anzapfen. Aber Vorsicht: Gott ist keine Wunscherfüllungsmaschine. Manchmal kommt es anders. Dann sollten wir Ausschau halten, wohin uns dieses Andere führt. Und auch wenn Zweifel kommen - und die werden bei manchen kommen - halten wir bitte immer an Gott fest. Ein Mensch sagte mal einen Satz, der mir in Erinnerung geblieben ist: „Wenn ich meinen Glauben nicht hätte, dann würde ich an der Welt verzweifeln.“

Prüfen wir gut, schmeißen wir allen Fake und Müll (auch in den sozialen Medien) über Bord und behalten wir das Gute. Und vertrauen wir auch im weiteren Verlauf des neuen Jahres darauf, dass es noch etwas Höheres gibt als unsere Vernunft das begreifen kann, und dass diese höhere Kraft, die wir Gott nennen, uns durch alle Irrwege und Umwege ans Ziel führen will. Bleiben Sie behütet!

P.S.: Die auf der Dekanatsseite veröffentlichten Glaubensimpulse möchten Sie gerne mit guten Gedanken durch das Jahr 2026 begleiten.