Sonntagswort: Sonne oder Mond sein?

veröffentlicht 29.01.2026, Evangelisches Dekanat Wetterau

Bernd Richardt, katholischer Pfarrer der Pfarrei Maria, St. Petrus und Paulus in Ilbenstadt, schreibt einen Impuls zu Maria Lichtmess.

Liebe Leserinnen und Leser,

Ihr seid das Licht der Welt! So sagt es Jesus in der Bergpredigt.

Wir sollen die Welt und das Leben der anderen Menschen hell machen.

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, wie wir der Welt Licht geben können: Als Sonne oder als Mond!

Die Sonne gibt uns direkt Ihr Licht, der (Voll-) Mond reflektiert nur das Licht der Sonne.

In der Welt erleben wir immer mehr, wie sich viele Menschen für das wahre Licht halten. Sie sind die Sonne und machen sich zum Maßstab der Dinge. Nicht nur in der Weltpolitik, sondern auch bei vielen Kritiken im Internet und im privaten Bereich.

Nur Ihre Meinung zählt, und mit Ihrem Ego wollen sie die Welt erhellen. 

Der andere Weg, die Welt zu erhellen ist das Beispiel des Mondes. Nicht mit seinem Licht, sondern mit dem Licht eines Größeren die Welt erhellen.

Das Fest Maria Lichtmess erinnert uns daran, dass Maria der Welt das wahre Licht geschenkt hat. Nicht ihr Licht, sondern das Licht des Sohnes gibt sie weiter. Die Segnung der Kerzen und das Tragen des Lichtes durch die Kirchen erinnert uns an diesen Auftrag, das Licht der Welt zu sein, indem wir Gottes Licht der Welt bringen. 

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen für den Monat Februar und Gottes Licht in allen Finsternissen.